Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 37.1912

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Abb. 1. Ansicht von Tschandarli'.

V. SIGILLATA-TÖPFEREI EN IN TSCHANDARLI.
(Bericht über die Ergebnisse einer Versuchsgrabung i. J. 1911).

Ein Gespräch mit Professor Dörpfeld über die kerami-
sche Production Pergamons bildete den Anlass zu einer
kleinen Versuchsgrabung, die ich in Tschandarli aus-
führen durfte. Mit dem alten Pi tan e wird dieser Platz
meist identifiziert1 2. Er liegt westlich von der Kai'kos-Miin-
dung auf einer schmalen, weit ins Meer vorspringenden,
sehr flachen Landzunge, die eine grosse Bucht des Elaiiti-
sclien Golfes in zwei hafenartige kleinere Buchten teilt;
vgl. Abb. 1. Der Abstand des Ortes von dem nordöstlich
gelegenen Pergamon beträgt nur etwa 30 Kilometer. Der
moderne Flecken erstreckt sich zur Zeit erst über die dem
Festland benachbarte Hälfte der Halbinsel, dehnt sich aber

1 Ich verdanke die nach einer Photographie verfertigte Zeichnung
der Güte des Herrn Baurat Knackfuss.
2 Vgl. jedoch Dörpfelds Darlegungen, AM. XXXV 1910, 395 ff., der
Tschandarli zweifelnd mit Halisarna identifiziert. Gegen Dörpfelds Aus-
führungen richtet sich Philippson, Hermes XLVI 1910, 254 ff., worauf
Dörpfeld S. 444 ff. antwortet; s. endlich oben S. 274 ff.
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