Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 4.1970

Page: 23
DOI issue: DOI article: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ars1970/0029
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile

Maxmilián. Schurmann, Heulese in Giverny, 1914, Oel auf Leinwand, 24 X 34, signiert links unten: Max Schurmann
1914. Eigentum der Slowakischen Nationalgalerie in Bratislava.

Annäherung mit dem örtlichen Notar kam, der
sich sogar erbötig machte, ein Atelier zu bauen,
falls sich die Künstler zu einem dauernden Au-
fenthalt und zu einer Miete verpflichteten. Dazu
kam es jedoch nicht, da die materiellen Verhältnisse
der jungen Künstler unsicher waren und nicht
alle es mit Detva gleich ernst nahmen. Der Mangel
einer elementaren Bequemlichkeit verursachte,
dass es einige nur kurz aushielten, er verursachte
jedoch auch, dass sich die Detvaer Produktion
bei den meisten von ihnen auf Terrain-, Trachten-
und Kompositionsstudien kleinerer, nur selten
grösserer Formate beschränkte. Nur Pacovský,
der bei seinen Eltern in Mladá Boleslav ein Atelier
besass, gewann aus Detva auch grössere Formate.
Die Arbeitsbedingungen in. Detva fesselten daher
die Hände und wurden auch zur Quelle einer
anwachsenden inneren Unzufriedenheit, auch wenn

dies die Enthusiasten von Detva, Augusta und
Pacovský, nicht eingestehen wollten. Natürlich
wirkte auch die Frage des Talentes und des
schöpferischen Typus mit. Keiner von ihnen
besass ein so tatkräftiges Talent, das fähig gewesen
wäre, diese objektiven Hindernisse zu überbrücken.
Nach dem Untergang der Kolonie von Detva,
dessen Anlass Pacovský’s definitive Abreise aus
der Slowakei war, kann man von einer gewissen
Reprise dieser Kolonie in Vctzec sprechen, wo sich
1911 Augusta niederliess. Es besuchte ihn dort
sein Bruder, der Maler Karol Augusta. Ihnen
schloss sich der Maler Peter Julius Kern, mit dem
sie gemeinsam in Važec auch eine Hütte mieteten,
an. Augusta vertraut sich mit seiner neuen Ent-
deckung Pacovský an: ,,Ich verbrachte den ganzen
Sommer in der Tatra . . . Dort fand ich ein inte-

23
loading ...