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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0225

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Fundschau. 1952—1953: Latenezeit

219

konnte und von dem Beigaben nicht bekannt geworden sind, scheint in dieselbe Zeit
zu gehören (5157).
Mtbl. 12/6416 Frankenthal/'Mannheim-Nord. — Verbleib: Schloßmuseum Mannheim.
(Gember)
Mannheim, Stadtteil Wallstadt „Schultheißbuckel“ — „Klingeneck“.
Im Bereich des in Bad. Fundber. 19, 1951, 149 ff. veröffentlichten Urnengräberfeldes
wurden auf dem zur Anlage einer Spargelkultur rigolten Grundstück Ch. Freund (Lgb.
Nr. 7270/1) Teile eines Kinderskelettes sowie Bügel und Fuß einer eisernen Frühlatene-
fibel gefunden (5081).
Mtbl. 22/6517 Ladenburg. — Verbleib: Schloßmuseum Mannheim. (Gember)

Säckingen
1. Schloßpark.
Bei Erdarbeiten im Schloßpark kamen 1953 wieder zahlreiche Scherben zu Tage, dar-
unter Randstück einer schwarzen Schale mit verdicktem, eingezogenem Rand.
Wie schon bisher bekannt war, muß es sich um Siedlungskeramik handeln.
(Em. Gersbach)
2. „Untere Flüh“.
Im Frühjahr 1952 wurden auf dem Grundstück Lgb. Nr. 675 sechs Suchschnitte gezo-
gen, um festzustellen, ob sich hier weitere Gräber eines in den Bad. Fundber. III, 1933—
1936, 45 genannten Friedhofs der frühen-mittleren Latenezeit befänden. Lediglich im
Südteil der Schnitte 1—4 und 6 wurde der bogenförmige Verlauf einer auf den Gemar-
kungsplänen nicht eingetragenen alten, aufgefüllten Kiesgrube beobachtet, die von der
Kante der mittleren Niederterrasse in die sanft nach Norden ansteigende Terrassenfläche
hineingreift. Es muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß schon früher beim
Kiesabbau Gräber zerstört worden sind (vgl. 32. Ber. RGK. 1942, 67 Abb. 12 c; Vom
Jura zum Schwarzwald 2, 1932, 68). Im Herbst des gleichen Jahres wurde auf dem
nördlich anschließenden Grundstück Lgb. Nr. 677 (Hidigeigeiweg) eine Wasserleitung
gelegt, wobei der Leitungsgraben ein Skelettflachgrab im spitzen Winkel durchschnitt.
Die Grabgrube war rechteckig 1,95 x 0,60 m, die Einfüllung bestand aus plastischem,
sandigem Lehm. Graboberkante: — 0,25 m (unmittelbar unter dem Gestück), Unter-
kante: — 0,47 m. Die geringe Grabtiefe erklärt sich aus der Lage nahe der nach Süden
einfallenden Terrassenkante. Das Skelett war von Nordnordost (Kopf) nach Südsüdwest
orientiert und befand sich in normaler Rückenlage. In situ wurde vorgefunden: ein Teil
der stark zerdrückten Schädelkalotte, Ober-, Unterschenkel und Füße. Nach den Hand-
und Fingerknochen zu schließen, lag der linke Arm längs des Körpers, für die Lage des
rechten waren keine Anhaltspunkte vorhanden. Beigaben fehlten.
Im Bereich des Wasserleitungsgrabens wurden in der Nähe des Grabes einige Scherben
aufgesammelt, wobei sich ein Zusammenhang mit dem Grab nicht nachweisen ließ.
Funde : 1. Randstück eines Napfes mit eingezogenem, verdicktem Rand, Ton hell-
braun, sandig gemagert, nach außen abgeschrägt. — 2. Randstück eines ähnlichen, aber
dünneren, schwarzgrauen Napfes, sandig gemagert. — 3. Kleine rotbraune atypische
Scherbchen. — 4. Wandstück eines grauschwarzen Gefäßes mit leichtem Besenstrich. —
 
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