Einstein, Carl
Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders — Berlin-Wilmersdorf, 1912

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Neunzehntes Kapitel
Bericht der letzten drei Nächte.
Erste Nacht. — Bebuquin lag ruhig in den
weissen Kissen, lang ausgestreckt, lange ein
Loch in die Decke stierend, welche sich nicht
hob. Kurze Zeit meinte er im Schlamm zu
schwimmen; dann fieberte er, sich den Kopf mit
den Fingern umfassend; ziemlich ängstlich ver-
steckte er sich vor dem offenen Fenster. Er
war nicht fähig zu sprechen. Nach einer Stunde
redete er sehr beherrscht.
Zweite Nacht. — Bebuquin vermied es einzu-
schlafen, wohl die Träume fürchtend. Es sei
Gefahr, meinte er, dass er zu sehr ins Träu-
men gerate. Er spricht sehr erregt und spürt
um sich dunkle Vögel flattern. Dann erstarren
die Kiefer.
Dritte Nacht. — Bebuquin schlief ruhig ein,
fuhr im Schlaf einigemal mit den Händen em-
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