Einstein, Carl
Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders — Berlin-Wilmersdorf, 1912

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Sech stes Kapitel
Eine blaue Hutfeder Euphemias besoff sich blit-
zend in der grünen Chartreuse.
Bebuquin schaute mit seinem linken Bein in die
Ecke der Bar, wo Heinrich Lippenknabe nach-
denkerisch in die bronzierte Nabelhöhle einer
Hetäre eine Orchidee arrangierte und sie mit
Kognak begoss.
„Wer ist der Vater?“ schrie die Buffetdame.
Der Schein der elektrischen Lampen fuhr ihr
durch die Spitzen zum Knie, tanzte über die
Kristallflacons und die Sektkühler erregt rück-
wärts; das sonst anständige elektrische Licht!
„Keiner,“ schaute Euphemia mit kreisförmig aus-
gebreiteten Augen. „Ich kriegte ihn im Traum.“
„Quatsch,“ rief Heinrich Lippenknabe, „sie meint
ein vergebliches Präventiv.“
„Erstens hatte ich keine Ahnung, wer der Vater
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