Einstein, Carl
Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders — Berlin-Wilmersdorf, 1912

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FÜR ANDRE GIDE
GESCHRIEBEN 1906/9

Erstes Kapitel.
Die Scherben eines gläsernen, gelben Lampions
klirrten auf die Stimme eines Frauenzimmers:
wollen Sie den Geist Ihrer Mutter sehen? Das
ha’tlose Licht tropfte auf die zartmarkierte Glatze
eines jungen Mannes, der ängstlich abbog, um
allen Ueberlegungen über die Zusammensetzung
seiner Person vorzubeugen. Er wandte sich ab
von der Bude der verzerrenden Spiegel, die
mehr zu Betrachtungen anregen als die Worte
von fünfzehn Professoren. Er wandte sich ab
vom Zirkus zur aufgehobenen Schwerkraft, wie-
wohl er lächelnd einsah, dass er damit die
Lösung seines Lebens versäumte. Das Theater
zur stummen Ekstase mied er mit stolz geneig-
tem Haupt: alle Ekstase ist unanständig, Ekstase
blamiert unser Können, und ging schauernd in
das Museum zur billigen Erstarrnis, an dessen
Kasse eine breite verschwimmende Dame nackt
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