Müller-Seidel, Walter
Das Pathetische und Erhabene in Schillers Jugenddramen — 1949

Page: 98
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mueller_seidel1949/0108
License: Wahrnehmung der Rechte durch die VG WORT (VGG § 51, 52) Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
9S


der c'iguren als uabnetic,;he Rom
'-?.^^^:^y=KSX^^=:=:3SS&3:rT'.U'-==:as.2:3=:2i=.==S$-^33S^S=:3M3.S-3C'^

Aann sc 1er Kenolog eine dramatische Dere^nng uit faltet und
das Gaschenen auf Gipfelpunkte führt, so wird damit der einsam
aand'lrde selbst h -rnusgekoben. de sehr das Kennzeichen das
herans^ehohenen hellen necn in Grirpenszenen anjastrebt wird,
erhellt aus der art, in dar der hinzelna noch in der ^ru--P@ häu-
fle seiner h^rausgehobenen Ort behält. Gruppe leint dabei eine
mehr stereotype ^inheitlie^kait mehrerer Riyuran, die erst durch
die Uniformität und Vielzahl irr üzenergescheh^n heaautung guwin-'
aen. ,-J.le individuellen xbt&nu.nen in Gebärde und he.egung sind
zur,ikgedrsngt; es g^ht weniger ur.- üe lobendige ^annjgfalt&g-
leit des Geschehens als um die Darstellung dines Affektes in dar
Reaktion von oort uni Geb rde. uioser äffest wird dadurch pathe-
ti ek gestoigort, dass ar in allen Gliedern der Gruppe zusa^men-
o-iy-t. -,icht als ^eben in sich gestaltet achtller Gruppen, son-
dern . enr als ,ittel, die Grosse des u.-.m.finden und iie Richtig-
keit d^r k rrius,fstallten cl-uur au erhöhen, die jeweils eine
u* ene tekery. ckt. Dia räumliche Gruppierung findet dabei im Greis
iure symmetrische Form, in dessen Ritte de hedur.de zweist tritt:
^er stellt sich mitten unt-r sie* (R 1,2); "indem er nit Roheit
unter sie tritt* 11,i)9 ''sie schliassen f= t verßikrandten or-
ren --tiaen frais" (K 11,If). Die . j.tto des Kreises, den die um-
st'Karden aebefig-weu bilden, wird selbst pathetische Form räum-
lich r —hnrugortaltung. oas allein schon hobt der ,,rt das Reden-
den h-rraus, es die .er 1-rierlieh-k^it verrät, die der
szenischen-Gestaltung eig.-n t^t*

;arl K.oors Ratschluss zn.tr Rhube-tun hat die Handlung dahin
RR.fKRyty drse steh alle freue zu,flohen. Jas Feierliche des oe-
Ec-RKrer.s wird'in solcher Gm pan-I^taftii, sichtbar: die ^sena
tu'-lbct wird von K^rl ?-aor be*.err ent, zu den die G. riuen nduber
:t der, ..ort":n tt on: " ,ir schwören Air Treu' und Gehorsam bin
Ir jeu fei!* (u ^,2). Dabei geben sie ihm alle feierlich die
arriT ,ncu 1.2 VerecKw^rungssäene im "klesko" (11,1k) ^es^altrt
rieh.'.- üesen pathetischen Kontrast des insgeheim Planenden,
des gr f-an handelnden, dar aller bene renkt uni berechnet und ä
den eite; alle ^itvurccrworenen rlt oowundeynng unu erstaunen
unterworfen;* "Da sie alle erstarrt aehA'#i.ne'S. ... Alle ausser
Verrinn, w.-ri-n sic? up^aeklos den hlesko zu Füssen." Die Voka-
bel ,.,.Kk--i it dabet ci -u- eine stereotype sprachliche korngi.
sie oaene seiigt krängt zur . "uriieukeit de^ Ve^c-hwbrunp; adle
loading ...