Müller-Seidel, Walter
Das Pathetische und Erhabene in Schillers Jugenddramen — 1949

Page: 101
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uie Farm a^r bigtureugrutpicruRg, die den einzelnen bser.aa
jutneti.ches uevicht gGbt, lenkt den Blick auf die path tis.he
Gestaltung bestimmter Ditusitoonen, die von einer vnrbestin ten
.irxiicnkeitsauffassung aus nicht ohne weit res zu deuten sind.
.„s foult Ihnen oft die Sorgfalt dar otiviertmg, die indes un der
.atheti-enan ^tei,.-.rang willen gar nich.* beabsichtigt ist. Geroda
das oft Unvermittelte, w.,,?it manche ^senen a ngetzen, ist geeignet,

den in uer azeae gestalteten ideellen zusa menhang ois sutn Effekt

sinnfällig zu machen, DOhcn die urt, wie Schiller seinen Heller
in den ^Räubern^ einfÜHrt, gewährt Hinblicke in die ^1-antHmlich-
keit seiner .schaffenawaisa. Unvermittelt und unr.o^3vtcri
nicht
die Anklage los. Sie will eigentlich ias Dialog entvlcxe^t, denn
...giegelbcrgü Strenwnrt und seine Zwischanredan sind völlig baluüg-
les und beeinflussen kutan die nanolo.-isahen ^nkl^an Kerl foors.
Aber eben das Unvermutete und in gewisser *eise U'nwir liehe: dass

es
kr:

sich im Grunde
.-..Icher

rr Scheindialog^ handelt,
Situationen ans.

macken las ^irkurbs-

" Wirklichkeit^ überhaupt darf nicht schlechterdings als ein
-iOt.uen gestalteten Situationen angemessener nogriff g-

dan. --anigstens bleibt dann, zu erörtern, in welch.r ^lcutung die
Uirklicrkeltsabslnkt lös Lichters xu suchen tut. Von ;;U-- tsycko-
^lic.-G-eit der Charaktere und der. damit gegetc- i
neu wir kl i c r, k ei t snahen Szenen vlrd san bei ^ckillar aUsehen müssen^
' oum ÜU'. ^r,,tr.- Solch-- oignatioUUo -". - ", gtc dy: ]
dramatischen Mitteln oft greller Effekte einen ideenKusaamuuhou^ ]
sinnfällig -ad sichtbar Lacher sollen. ]
Dar plötzliche U ^ung in Huri c or i t ^it -Pan ; titeln {
-oheleg' nicht zu erklären: der eben roch ln ÜbO''-!
st-^igorndea dorten uni Gebärden der, ^tir^enklrorr--lor !
den Kampf angesagt hatte, der wortgewaltiga revolutionär una ]
ger, rat sich , :. ' rliek in den empfindsamer, -egt .10 " !!
Dehn" verwandelt, der i^ogglro .. o irr rnrd r !
1) Goethe hat mit Hecht an achiller diese Kühnheit log j- ]
rlg rtrrke seines thsatrallocken Talents H
ggyhhmt: "Und wie er Überall gehn zu. korke ging, so wir er )
auch rieht für vieles motivieren .. dass ich do^eren oft an H
' , O'grg .<" o.eg von Tkocgrr , H
Schillers Taleht ggy r-- - g uffo-g' gorgr* ]
'dann, 18. Jom. 1J25 ]
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