Zeitschrift für Geschichte der Architektur — 4.1910/​11

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Literatur. — Berichtigung.

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Das breit angelegte Monumentalwerk von Walter
Merz über die Burgen und neuerdings diePublikalion
über das Bürgerhaus, ins Werk gesetzt vom
Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein.
Der erste Band behandelt das Gebiet des heutigen
Kantons Uri. Die Darstellung begnügt sich damit,
alle bedeutenden oder typischen Beispiele der
bürgerlichen Baukunst dieses Gebietes in Ansichten,
Grund- und Aufrissen, sowie Detailaufnahmen für
die Forschung zugänglich zu machen und anderer-
seits das Interesse an der heimatlichen Bauweise
wachzurufen. Gerade in dieser Beschränkung liegt
die Gewähr für die Erreichung des vorgesteckten
Ziels: Als Materialsammlung für eine Geschichte
des Bürgerhauses und als Studienmappe für den
Architekten und Liehhaber ist das Buch von un-
schätzbarem Wert. Ein knapper Text orientiert
über die historischen Daten: Angaben über Bau-
zeit, Bauherr, Baumeister und Besitzer der einzelnen
Häuser.

Bemerkenswert sind einige spätgotische Tür-
einlassungen, deren Entstehungszeit bis ins 17.
Jahrhundert hineinreicht, fei ner einige sehr schöne
Beispiele von Benaissancc-Decken und Ver-
läferungen, vor allem aber überrascht die Fülle
von vorzüglichen Bauten um 1800, zum Teil noch
im 19. Jahrhundert mit unverfälschter Louis-
Seize-Ornamentik; dafür hält auch die gesunde
Tradition durch bis in die zweite Hälfte des
19. Jahrhunderts. Ofen, Treppen und Türen aus
dieser Zeit sind bei den Bildern gut und charak-
teristisch vertreten. Die Holzhäuser, welche be-
sonders in den gebirgigeren Teilen des Landes
vorkommen, sind ebenfalls in typischen Beispielen
abgebildet; kurz, in jeder Beziehung bekommt
man einen starken Eindruck von der Mannig-
faltigkeit des Denkmälerbestandes und der Gründ-
lichkeit und der praktischen Anordnung des Werkes.

R. Bernoulli.

Vorlesungen zur Geschichte der Kunst.
Bd. III. Die Kunst in Italien. Eine Einführung
in das Wesen und Werden der Benaissance von
Dr. Fritz Knapp, Professor der Kunstgeschichte
an der Universität zu Würzburg. Verlag von
Dr. Franz Stoedtner, Berlin 1908.

Der Veröffentlichung liegt eine Mustersamm-

lung von 500 Photographien (221 hiervon im Bucb
reproduziert) zugrunde, die als Diapositive zur Ver-
wendung bei Vorlesungen erworben oder leihweise
bezogen werden können. Man hat es also ge-
\vissermaf3en mit einem Katalog Stoedtners zu
tun, der als solcher mit dem verbindenden Text
des Kunsthistorikers auf ein gewisses wissen-
schaftliches Niveau gebracht ist und bei der groilsen
Bedeutung des Diapositivs für den kunstgeschicht-
lichen Unterricht und der bekannten Güte der
Stoedtnerschen Aufnahmen begrüßt werden wird.
Der Text bewegt sich in dem Rahmen etwa einer
publice-Vorlesung für weitere Kreise. //.

Berichtigung
zur Besprechung von Dürrns Baukunst
der Griechen von A. von Gerkan.

Mit Rücksicht auf den Abschluß des Heftes hat
die von Gerkansche Besprochung zum Abdruck
kommen müssen, ohne daß die Korrekturen des Ver-
fassers hätten abgewartet werden können. Aus diesem
Grunde sind eine Reihe von Druckfehlern übersehen
worden zu korrigieren, für die der Verfasser nicht
verantwortlich zu machen ist. Wir bitten von den
nachfolgenden Berichtigungen Kenntnis zu nehmen.
Die erste Ziffer bedeutet die Seiteiizahl, die römische
Ziffer die betreffende Spalte, die dann folgende Zitier
die Zeile: 33, I, 13 muß es heißen „verstreute" statt
„vertraute"; 33, II, 16 „Baureste" statt „Baurente";
33, II, 27 „den" statt „die"; 34, I, 44 „Humann"
statt „Hrmann"; 34, II, 5 „Euromos" statt „Euramos";
35, II, 18 „am richtigsten" statt „am wichtigsten":
30, I, 2 „Atreus" statt „Areus"; 36, I, 16 „desselben
Kapitells" statt „derselben Kapitelle"; 37, I, 13 „Kar-
daki" statt „Kordaki"; 38, II, 18 „209" statt „208";
38, II, 36 „Festung" statt „Tendenz"; 38, II, 43
„durchaus nicht" statt „durchaus"; 38, II, 45 „2,85
. . . 3,20" statt „385 . . . 220"; 38, II, 49 „S. 210"
statt „211"; 39, I, 43 „leider" statt „bisher"; 39, II,
31 „225" statt „235": 40, I, 4 „296" statt „291":
40, I, 22 „des Säulenhalses" statt „der Säulenhalle";
40, I, 25 und 33 „Huyot" statt „Hugot"; 41, I, 22
„329" statt „229"; 41, I, 23 „dagegen" statt „dafür";

43, II, 34 „ins" statt „im"; 44, I, 15 „An" statt
„Aus"; 4t, I, 49 „richtigsten" statt „wichtigsten";

44, II, 47 „uns" statt „nur"; 46, I, 18 „Kretopolis"
statt „Kretapolis"; 46, II, 4 „hellenistischen" statt
„hellenischen"; 46, II, 36 „fest" statt „fast".
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