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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0031

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Funöschau

27

Lanzenspitze, einem Messer und einer Schnalle aus Eisen und aus einem Feuerstein.
Äber die keltische Münze und über die römischen Münzen s. o.
Minseln (A.Säckingen)—Kellermatte (Mittelminseln). Steinkistengrab, Kind (Willin,
Kuhn).
Nußloch (A.Heidelberg). Zweite merowingische Gräbergruppe nahe dem Ortsgebiet,
durch Zusallssunöe festgestellt, welche Hauptlehrer Gehrig rechtzeitig meldete und zur
Untersuchung vorbereitete (E. Wahle).
Obergrvmbach (A.Bruchsal). Die Grabung in dem Reihengräberfeld (Haupt-
lehrer W. Bauer) erreicht mit Bestattung Nr. 280 ihr Ende. Dauer bearbeitet den
Fundstoff und stellte ihn in Auswahl in dem unter seiner Leitung vergrößerten Heimat-
museum Bruchsal auf. Die meßbare anthropologische Ausbeute ist weiterhin sehr gut
gewesen (E. Wahle).
Psohren (A.Donauefchingen). Am Ostausgang wurde 9 in westlich des Transfor-
matorenhauses Lgb.Nr.109 Ende Oktober beim Straßenbau ein alamannisches Grab, das
nach Osten gerichtet war, angeschnitten und von Bibliotheksdirektor Dr. Johne freigelegt.
Bei dem mäßig erhaltenen Skelett fanden sich als Beigaben eine ovale Sisenfchnalle, ein
kleines Messer und Bruchstück eines Beinkamms mit eingeritzter Verzierung. Weitere
Gräber konnten an der Stelle, trotzdem der Humus dort abgehoben wurde, nicht ge-
funden werden. (Siehe auch unter „geostete Skelette") (Revellio).
Plankstadt (AMannheim). Südlich des Ortes kamen beim Betrieb der Gemeindekies-
grube wieder Gräber des fränkischen F r i e d h of es zutage.
Grab 1 (14. IV.): Bei einem gestörten Skelette waren noch erhalten Reste eines Bein-
kammes, eine kleine eiserne Schnalle und 1 großer Spinnwirtel aus Glas: die dunkle Erde
um den Toten ließ auf einen Sarg schließen.
Grab 2 (14. IV.): Das Skelett hatte bei sich: neben dem rechten Fuß 1 flache Schale
mit eingezogenem Rande und 18 cm Dm. dort, 6,4 cm hoch: der braune Ton war gemagert
und läßt ausgeprägte feine Drehriefen erkennen; neben dem rechten Oberschenkel 1 bauchi-
ger Topf von für diese Zeit ungewöhnlicher Form aus dem gleichen Ton mit einge-
zogenem Hals und 9,5 cm Mündungsöurchmesser bei einem Dauchdurchmesser von 15 cm
und einer Höhe von 15,5 cm; darin Geflügelknochen: am Becken 1 Sisenmesser, 1 Gürtel-
schnalle aus Eisen, am Knie 1 Spinnwirtel und 1 Tierknochen: zwischen den Oberschenkeln
1 große zylindrische Perle aus glasiertem farbigem Ton; am Hals Perlen aus Glas, bun-
tem Ton und Bernstein (Tropengießer).
Rheinsheim (A.Bruchsal). In dem fränkischen Gräberfeld auf dem Gelände der Kies-
verwertung A.-G. wurden durch den Unterzeichneten im Berichtsjahr die Ausgrabungen
mit dem Abbau der Grube weitergeführt (vgl. Bad. Fber. III, 454 ff.). Dabei wurden in
insgesamt 7 kleineren Grabungen 44 weitere Gräber untersucht. Auch davon war der
größte Teil alt gestört, doch ist die museale Ausbeute trotzdem recht beachtlich. Ausführ-
licher Bericht folgt (Eckerle).
St. Georgen (A.Freiburg i. Br.) 1. Bei Anlage einer Kanalisation an der Kreuzung
Weber—Kirchstraße ein Steinkistengrab. — 2. Ebenso bei Bauarbeiten auf dem
Grundstück des Jos. Barth. Meldung durch das Bürgermeisteramt.
Sasbach (A.Emmendingen)—Fahrwegbuck. Bauer I. Schneider stieß beim Anlegen
einer Rübengrube auf einen Schädel; der Sohn brachte ihn in die Schule; später, beim
Zuwerfen, fand er eine Fibel und einen Haarpfeil. Darauf wurde Meldung erstattet.
R. Halter untersuchte den Rest und fand eine weitere Fibel, Reste einer Eisenschnalle,
einen Scherben, alles in der Beckengegenö.
Schwörstadt (A.Säckingen). Streufunde vom alemannischen Friedhof, ebenso alte
Fundnotizen (E. Gersbach).
Seckenheim (AMannheim), Kiesgrube Bolz am Eselspfad. 19. IV. 37: Skelett mit
klingend hart gebranntem und mit Grübchenmuster verziertem Doppelkegeltopf; quer über
dem Bauch lag eine 61 cm lange Spatha (Gropengießer).
Seckenheim (AMannheim). Beim Autobahnbau 1934/35 wurde in den Dünen (nahe
der swebifchen Siedlung) als Einzelfund ein großes, bauchiges Gefäß mit gekreuzter
Kammstrichverzierung gefunden. Bad. Fber. III, 314. Das Bruchstück eines handgemachten
 
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