Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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Römische Bäöer in Baden

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Nachweis der Abbildungen der Fundschau.
Tas. l 1: Messelhausen; Druckstock, überlassen von K. Neckermann (Neckermann, Heimat-
scholle Bilchband. 1937. Darin: E. Wahle- Frühgeschichte, aus S. 16.
„ I 2, 3: Vilchband; nach Fotografien, überlassen von E. Wahle (I 2 vgl. Neckermann--
Wahle, Abb. S. 19).
„ III: Huttenheim. Fotografie, überlassen von E. Wahle, Beschreibung nach W. Bauer.
„ II 2: Poppenhausen-Anterwittighausen, Druckstvck überlassen von K. Neckermann,
Abb. bei Neckermann-Wahle S. 23.
„ II 3: Werbach. Druckstock überl. von K. N... Abb. bei Neckermann-Wahle S. 21.
„ III 1, 2, IV 1: Fotografien, überlassen von E. Samesreuther.
„ IV 2: Fotografie: Wiesener. Äberlassen vom Reuchlinmuseum, Altstadtrat Kern.
„ V: Rot. Fotografie überlassen von P. H. Stemmermann.
Abb. 1,2: Zeichnung H. Dettelbacher.
Abb. 3: Zeichnung R. Halter.
Abb. 4: nach E. Wahle (Heidelb. Neueste Nachr. 26. 3. 37).

Römische Bäder in Baden
Bon Paul Revellio, Billingen.
Mit 19 Abbildungen im Text, 3 Beilagen und Tafeln VI und VII.
Einleitung.
Einleitung: Römisches Badewesen und der Badevorgang.
I. Das Kastellbad von Hüfingen.
II. Die Bäder am Limes: Schlossen, Oberscheidental, Neckarburken, Walldürn.
III. Die Heilbäder Badenweiler und Baden-Baden.
IV. Villenbäder: Bauschlott, Mehkirch, Brötzingen, Hagenschieß, Obergrombach.
V. Villenbäder an der oberen Donau.
Literaturverzeichnis.
Nachweis der Abbildungen.
Anmerkung: Die Daderäume: Apodhterium (Auskleideraum), Frigidarium (Kalt-
wasserbad), Tepidarium (Warmluftraum), Caldarium (Warmwasserbad), Laconicum oder
Sudatorium (Schwitzstube, Heißlustbad).
Olympia hat in uns die Erinnerung an Sport und Leibesübungen der alten
Griechen wieder wachgerufen. Die Gymnasien wurden die Stätten einer harmoni-
schen Ausbildung der körperlichen und geistigen Kräfte. Zu den Mitteln der kör-
perlichen Ertüchtigung diente auch früh das Bad. Man warf sich Wohl nach heißem
Ringkampf in der Ringschule schweißtriefend und staubbedeckt in das nahegelegene
Schwimmbecken. Im Wechsel von Leibesübungen und Bad stählte man seinen Kör-
per. And so enthielten die Gymnasien wohl immer auch Badeeinrichtungen. Grie-
chische Körperpflege fand seit der Mitte des 3. Jahrhunderts auch in Italien Ein-
gang und mit ihr auch das Bad, balineum, dessen griechische Bezeichnung seine
Herkunft deutlich verrät. Die im Iahre 19 v. Ehr. in Gebrauch genommenen Ther-
men des Agrippa waren die älteste monumentale Therm/enanlage Roms. Nach sei-
nem Tode dem römischen Volke geschenkt, vermittelten sie diesem zum ersten Male
den Badeluxus. Von den Thermen des Nero aber, die im Iahre 62 n. Ehr. eröffnet
wurden, wird uns berichtet, daß sie die ersten gewesen seien, die nach griechischer
Sitte neben Baderäumen auch Räume für Leibesübungen enthielten. So machte die
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