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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0032

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Funöschau

dunkelbraunen Gefäßes mit größeren und kleineren spitzen Buckeln (nach Bericht Gropen-
giehers in Mannh. Gesch. Blätter 36, 1935, 190 Abb. 8) ergänzt E. Wahle zu einer ger-
manischen Schalenurne, ähnlich solchen des Gebietes nördlich der Lahn etwa um 200 n. Chr.
(E. Wahle, Frühalemannische Funde aus dem unteren Reckarland, Abhanölg. z. Saar-
pfälz. Landes- u. Bolkssvrschung Band 1, 1937, Abb. 1).


Singen a. H. (A.Konstanz). In dem seit langem bekannten alemannischen Gräberfeld
nördlich des Bahnhofs konnte A. Funk im Oktober 1937 anläßlich der Vergrößerung des
Hepp'schen Hauses in der Adolf-Hitler-Strahe wieder einige Gräber bergen. Leider er-
folgte die Benachrichtigung erst nach der Zerstörung dieser Gräber. An Funden sind aus
den zerstörten Gräbern ein Bronzebeschläg und eine Bronzezierscheibe (wie Bad. Fber. 13,
1937 Tafel XVII b), sowie eine Spatha, zwei Saxe, Eisen- und Bronzeringe und Riemen-
zungen zu nennen. Ein ungestörtes Männergrab enthielt ein Kurzschwert, zwei Messer,
eine Pfeilspitze, einen Feuerstahl und eine eiserne Gürtelgarnitur (Garscha).
Strahenheimer Hof (A.Mannheim)—Sandgrube. Der weitere Sandabbau brachte
wieder eine Anzahl Gräber:
Grab 1 (18./19. II.): Skelett mit Doppelkegeltopf, Glas und Eisenteile.
Grab 2 (18./19. II.): Skelett mit Skramasax, Messer und „Taschenbügel".
Grab 3 (20.11.): Skelett mit den Eisenreifen eines Eimers.
Grab 4 (21.11.): Skelett, heruntergebrochen.
Grab 5 (28. IV.): Skelett mit Doppelkegeltopf mit scharf ausgeprägtem Rädchenmuster.
 
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