Bächle, Hans-Wolfgang
Das Adelsgeschlecht der Woellwarth — Schwäbisch Gmünd: Einhorn-Verlag, 2010

Page: 12
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1. Die Ritter von Woellwarth vom 12. bis zum 15. Jahrhundert
1.1 Staufer und Woellwarth im Ries
Die Staufer übergaben um 1140 den Brüdern Eberhard und Otto die Burg Wellwart
an der Wörnitz gegenüber der Harburg. Nach dieser Burg benennen sich die Freiher-
ren von Woellwarth bis heute. Allerdings verlor Otto II. die Burg Wellenwart 1262 an
den Grafen von Graisbach. Otto III. verzichtete schließlich 1299 auf sein Rückkaufs-
recht. — Die Ausführungen zur Genealogie der Woellwarth stützen sich im Folgenden
auf die Angaben, die Albrecht Freiherr von Woellwarth-Lauterburg in einer Broschüre
als Gerüst einer Familiengeschichte verfasst hat.1

Die Burg Wellwart, Stammburg der Woellwarth, stand auf einem langgestreckten Hügel knapp 2 km unterhalb
von Harburg unmittelbar östlich über der Wörnitz, heute gegenüber von einem großen Zementwerk, dessen
Silos die Harburg fast verdecken. Die Stadt Harburg entwickelte sich im Schutze der mächtigen Burg an der
wichtigen Handels- und Heerstraße am Ausgang des Rieses von Nördlingen nach Donauwörth. Die Wörnitz
trennt Schwäbische und Fränkische Alb. Die Harburg war staufischer Besitz und ein Bollwerk zum Schutze
Nordschwabens gegen welfische Ansprüche. Die Burg Wellwart südöstlich der Harburg rundete die strategische
Bedeutung ab.

12 Das Adelsgeschlecht der Woellwarth
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