Bächle, Hans-Wolfgang
Das Adelsgeschlecht der Woellwarth — Schwäbisch Gmünd: Einhorn-Verlag, 2010

Seite: 56
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5. Zwei Urenkel Hans Sigmunds sorgten für männlichen Nachwuchs

Hans Sigmunds Urenkel Konstantin I. und Christoph Sigmund I. setzten die Lau-
bacher Linie in Fachsenfeld bzw. Polsingen bis 1844 und in Laubach bis 1870 fort.


Der Weiler Rauental liegt in kna,pp 500 m Höhe an einer Nebenstraße zwischen Forst und Oberrombach zwi-
schen den Quellbächen (Rauentalbach, Salinenbach) des Raubachs. Hier wurde schon Georg I. um 1389 mit
ellwangischen Gütern belehnt. Das Gut Rauental samt Vogelsang gehörte bis 1642 zur Herrschaft Essingen, ehe
Gottlieb beide Güter für die Laubacher Linie erwarb. Heute erweist sich die Kunstschmiede von Erwin Bayer mit
zahlreichen Beschäftigten als ein aktives Unternehmen. Eine Auswahl des Produktionsprogramms wird an der
Straße zur Schau gestellt.

Schon Georg Ulrich und sein Sohn Hans Albrecht (f 1657) sowie der Enkel Kons-
tantin I. (t 1698) brachten die Herrschaften Polsingen, Fachsenfeld und Attenhofen
mit Affalterried wieder in ihren Besitz. Friedrich (t 1633) und sein Sohn Gottlieb
(t 1688) hatten Laubach, Leinroden mit Berg, Waiblingen und Rauental zusam-
mengebracht. Ihnen folgten Christoph Sigmund I. (t 1691) und Christoph Sig-
mund II. (f 1725).11 Gottlieb hatte 1661 Klein- und Großrauental für 500 fl. von
den Erben eines Gmünder Bürgers gekauft. Diesem war es 1642 gelungen, den of-
fenbar großen Hof in Rauental dem Alexander von Woellwarth-Lauterburg für 234
fl. abzukaufen. Fortan behauptete die Laubacher Linie die weltliche und geistliche
Hoheit im Weiler Rauental.11 Heute arbeitet dort der Kunstschmied Erwin Bayer
erfolgreich mit seinem Unternehmen.

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