Beilage zum Diözesan-Archiv von Schwaben — 1891

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bj 5)°, Kollegium „wurde zum Landvogteisitz ge-
stm''/ wurde es zum Oberamt und Kameralamt be-

r'--^. Darnach wurde es „zur Wohnung für den
die den Weihbischof und den Domdekan und für

baue1. Kanzleien eingerichtet. Es ist ans Stein ge-

m ' 111 gwei ansehnlichen Flügeln, enthält schöne Reihen von
veiJ'levn un^ gewährt auf der östlichen Seite eine weite,
. ^ ^oe Aussicht auf das Neckarthal bis zur Alb". 76)

1789°) Die Jesuitenkirche. — „Die schöne Kirche wurde
aber ? e§ einer Baukommission schien, aus Schadhaftigkeit,
wirklichem Schaden für den Kult und die Bürgerschaft
bix ^chen um 6000 fl. für die Materialien. Zuerst wurde
u.^e don Herrn Stadtpfarrer Dr. Kneckst unter Bei-
^c»n Kooperators Reiber entweiht und dem weltlichen
und Brecheisen zum Abbruch übergeben." 77)

So'iiit^ » l^' Dotternhaus en und Roßwangen, als
tzch. .bugnter, wurden inkameriert und in der Folge mit dem
^Nter? ^kligionsfonds vereinigt.78) — „Die Jesuiten
®efsiren ^ d>er Aufhebung ein Vermögen an Gütern,
C>ef{ev- ■ 11 llu^ Kapitalien von 500000 fl., welches von
beva ^um sog. Stndienfouds.geschlagen, von Württem-
kr 1807 inkameriert wurde." 78)

II. Abschnitt.

Die Jesuiten in der Seelsorge.

^ . § 8‘

19ten. Missionen. Exerzitien. Am Kranken-
- bette. Bei Hinrichtungen.

^ifev -Jesuiten vor allem auf der Kanzel ihren

b'in


m -v“nyien , versteht sich von selbst.
eil^iel anführen. Anno 1707 werden -

ki8tei,

n

^^hlieiche Missionen wurden von ihne E ^

mit

Dtte»ibüSrreIt' ,A49 Predigten in den beide ^ co

»Mit

1 hit* ’ ' * ff ui vt

n i Martin und St. Moriz

Kapuzinern, 1 zu Horb <

1 bei ^
am Drei

mi| |iuutii louroeu vvu u;ue =_
siMp,,^^u Erfolgen: Feindschaften wurden >E
«s«'ui°rt ». s. f. Im Jahr 1707 hiDv
Jin /Bettingen, Weittingen, Bihl, Hirschen
Mrt %,lX hielt ein Pater sogar am Hof =_
^ijftl . ’e dortigen Katholiken eine Missior = °
S ?.!Horb und Weilderstadt, 1742 m „©iE-
Hi«errSn.ftcn ' Schwaldorff, Heigerloch , E-
^otteiri ' -rielfingen (?), Püchingen (?), insu =_?

llr2° urbeculä Ehingana." E

kc>te *„7 ersten Jahre (1.649) hatten sie dE"
(1719? T SU St.MorVbekommen. Erst 7l^
vernahmen sie dieselbe auch in St. A ^
Z in.

O

!) mj- 24 (1819).

) .baSlü9eLP; 127 (1828).

— N

ft>n§ Häßler

»i

ns ©/.;yuKier P. 23' f.; 30? — Die Aufzeichnungei-

. er cipUeat noch folgenden näheren Ausschlu) ^

Mai 1787 traf der Befehl ein, die Kn—
"3uh 1787 .. ' ' ' • '

in 25 ~ 20

sjjZe, vonZj,,J^7 unlrde sodann die Kirche, welche v —
läv.^usällio ^uUowmissivn untersucht; von diese- ^
K EN- Ej9 E lart, weil die Risse vom schlechten 8-
ftri *0nHen ;n Januar 1788 gefertigter Abbrnchsnl^,
?t'ne<>r L00 tL^nnn4!5?: gZöst werden (u. a. 160(_

o ouu tl nr> |t. UtlUll lUlUHUl 111. CI. 1VW—

f£t'ii \^t lin000 Stück Ziegel = 375 fl., 2 @I=-S
überlass^ ,,1790 wurde die Kirche um 6000 fl. an ^

J Ib

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— CO

b a ‘0 M P’ ?49-

»nt f -137' - Nach SIrigls Chraff

Moifi ^ ^2 fi d Kollegiums, nach Abzug der Admi—

' 0 kr. (Aus den Aufzeichnungen de-— ^

^8ub

Euuteiu anuum altera catecliesis

ü

An den Priesterexerzitien, welche sie hielten, be-
teiligten sich nicht viele Geistliche. Wenigstens weisen die
nachstehend zusammengestellten Daten keine hohen Ziffern auf:
Im Jahr 1677 beteiligten sich das erstemal 3 und an den
zweiten Exerzitien 4;81) 1681: 10 — 1682: 18 — 1684:
26 — 1686: 25 — 1695: 17 — 1700: 3 — 1720:10
— 1731: 1 — 1735: 2 — 1744: 5. Auch nach aus-
wärts wurden sie berufen, um Priesterexerzitien zu halten, so
z. B. im Jahr 1691 nach Beuron — »magno cum fructu.«

Daß die Jesuiten in der Pastoration der Kranken
und Sterbenden nichts versäumten, ist wiederum klar.
Sogar nach Tübingen und Stuttgart wurden sie zu
schwer Kranken geholt. Wir lesen im Jahr 1707: »Me-
moria dignum est, quod Dux Wiirtenbergiae quamvis
heterodoxus dementer concessit.« Ein katholischer »pe-
dissequus« des Herzogs wurde nämlich in St u tt gart tod-
krank und verlangte einen Pater zum Empfang der hl. Sterb-
sakrameute: »quod etiam, mutato habitu, factum est.« —
Im gleichen Jahr (1 707) wurde in Tübingen ein schwer-
kranker Student durch einen der Patres versehen.

Auch verurteilte Verbrecher bereiteten sie zum letzten
Gange vor. So heißt es z. B. 1744: »Ad capitis sup-

plicium Christiana fortitudine subeundum animatus est
unus.«

8 9-

Marianische Kongregation. —Br ud er schäften.—
Spezielle Ordensfeierlichkeiteu.

1.

n»- mm ^ UNg bei’ C o n g r e g a t i o M a r i a n a
worden, sowie über deren Teilung in
: s, in die „B ü r g e r k 0 n g r e g at i 0 u"

' n kongregati on".

8 war die Rottenburger Kongregation
Modalität im Jesuitenkolleg zu Kou-
Verpflichtungeu tragen. So oft ein
b, mußten auch in Rotteuburg die
(Rosenkranz) verrichtet und eine
orbenen dargebracht werden. Dessen
r Mitglieder bald überdrüssig: »et
r Man schrieb nach Rom. Daraufhin
Kongregation selbständig gemacht,
hr verliehen. ^)

der junge Fürst Friedrich von Hohen-
iv Stude nteu kongregati on er-
1 ihm zu Ehren ein kleines Theater-

sthlte die Bürgerkongregation
c 825 Köpfe, im Jahr 1712 bereits
1727 schon 1500 (»sesquimille Lo-
ck — 2000 (»bis mille in albo

:ommissa accessit, quae in nostro templo

itris N. Ascesi exculti sunt Sacerdotes
>s redundaturo; quatuor alii paucioribus
itionibus usi sunt.«

litteris Romam datis . . prae se ferre
; Annuntiatae Virginis petierunt,
t ab Adm. R. P. Goswino Nickel . . .
idulgentiis plenariis nobilitata, lioc cur-
linorum civiumque gaudio publicata fuit.«
orum in electione novi Magistratus lllu-
ico Principi Holienzolleriano brevi dra-
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