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Pülz, Andreas; Forstenpointner, Gerhard; Österreichisches Archäologisches Institut [Contr.]
Das sog. Lukasgrab in Ephesos: eine Fallstudie zur Adaption antiker Monumente in byzantinischer Zeit — Forschungen in Ephesos, Band 4,4: Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2010

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.47141#0184
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10. STEINKATALOG

10.1 Vorbemerkungen
Die Werkstücke sind nach Fundjahren und Inventarnummem gereiht. Vorangestellt ist ein Katalog der noch
heute in die Mauern und Treppenanlagen verbauten Spolienblöcke (VB).
Auf die Angabe der Inventamummer folgen zunächst - für die gezeichneten Fragmente - ein Verweis auf
die Tafelnummer und schließlich der Aufbewahrungsort. Dieser wird allerdings nur dann separat angeführt,
wenn er nicht identisch mit dem Fundort ist. Der Fundort ist - abgesehen von So 12 und So 13 - generell
der Rundbau, wobei konkrete Angaben zum Fundort innerhalb des Monumentes angeführt werden.
Die Maße geben der Reihe nach die maximal erhaltene Breite, Höhe und Tiefe des Werkstückes an, wobei
von der ehemaligen Ausrichtung am Bau ausgegangen wird. Alle Maße der Architekturglieder sind in Zenti-
meter angegeben.
Als Material findet sich durchgehend grobkörniger, weißer Marmor mit blaugrauer Äderung. Nur im Fall
eines anderen Materials wird ausdrücklich darauf verwiesen.
Unter Bauglied werden die Fragmente gemäß ihrer ehemaligen Funktion eingeordnet, wobei sich die
Zuweisungen immer auf den Rundbau beziehen. Dementsprechend werden auch Unterscheidungen zwischen
,innen‘ und ,außen4, d. h. inneres oder äußeres Gebälk des Monopteros, getroffen. Fragliche Zugehörigkeiten
zum Monument werden eigens erwähnt.
Während Architekturfunde aus einem Grabungszusammenhang durchwegs in den Katalog aufgenommen
wurden, fanden dem Bau eindeutig nicht zuzuordnende bzw. aussagelose Werkstücke ungeklärter Herkunft
(Streu- und Oberflächenfunde im Bereich des eingezäunten Areals rund um das sog. Lukasgrab) keine Berück-
sichtigung.
Der Punkt Erhaltungszustand bezieht sich auf die originale Oberfläche, in der Rubrik Beschreibung folgen
schließlich die wichtigsten Einzelmaße und erwähnenswerte Besonderheiten.
Zu den Abkürzungen s. S. XXX f.
10.2 Sekundär in die byzantinischen Mauern verbaute Werkstücke
In den Katalog wurden nur Fragmente mit Ornamentik aufgenommen, soweit ihre Zugehörigkeit zum kaiser-
zeitlichen Bau bzw. zur byzantinischen Kirche als gesichert oder zumindest sehr wahrscheinlich gelten kann.
Dementsprechend fanden die Stufenblöcke der Westtreppe sowie einige Werkstücke der Nord- und der Süd-
treppe keine Berücksichtigung, da bei diesen Spolien in keinem Fall die Zugehörigkeit zum römischen Rund-
bau wahrscheinlich ist.
Außer den katalogisierten Werkstücken findet sich im Übrigen eine Vielzahl von Marmorfragmenten
kleinerer bis mittlerer Größe, die in die byzantinischen Mauerschalen verbaut wurden. Allerdings ist bei
diesen durchwegs keine Ornamentik zu erkennen, da jeweils geglättete Flächen die Ansichtsseiten bilden. Da
für diese eine Zuweisung zu einer Architekturzone nicht möglich ist, ja nicht einmal die Zugehörigkeit zum
Bau überprüft werden kann, blieben auch diese Fragmente im Katalog unberücksichtigt.
 
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