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Friederichs, Karl
Berlins antike Bildwerke (Band 2): Geräthe und Broncen im Alten Museum — Düsseldorf, 1871

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https://doi.org/10.11588/diglit.815#0260
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III. Gferätli für besondere Stände.

A. Handwerkergeräth.

1) Maurer-, Zimmermannsgeräthe und
Aehnliches.

a. Perpendikel.

Diese Geräthe, die sich sowohl in Bronce als in Blei er-
halten haben, sind im Wesentlichen mit dem noch heutigen Tages
vonMaurerundZimmermann gebrauchten Loth übereinstimmend,
wesswegen wir an ihrer Bestimmung nicht zweifeln dürfen.
Auch lässt die dreifache Durchbohrung am Kopf nur an ein
Perpendikel denken, denn das eine oben befindliche für die
Schnur des Perpendikels bestimmte Loch hätte bei einem Ge-
wicht, woran man auch denken konnte und gedacht hat,
keinen Zweck.

Von einigen bei Caylus, Recueil III, pi. 79, 3, 4 abgebil-
deten ist als Fundort ein Grab bekannt, und das wird wohl
für die meisten gelten, ausser den pompejanischen. Es liesse
sich durch viele Beispiele aus Griechenland und Italien nach-
weisen, class man den Handwerkern ihr Handwerksgeräth mit
ins Grab gab.

Pompejaniscbe Exemplare sind ahg. Mus. borb. VI, 15.

1194. Perpendikel aus der Sammlung Bartholcly, D. 28.
Es hat oben die punktirte Inschrift M. MYRCIYS. FELIX, die
sich am Bauch, wie es scheint, wiederholt. Sie bezeichnet wohl
eher den Besitzer als den Fabrikanten. Das Perpendikel ist sehr
hübsch mit umlaufenden Ornamentbändern verziert. H. 2% •
 
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