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Friederichs, Karl
Berlins antike Bildwerke (Band 2): Geräthe und Broncen im Alten Museum — Düsseldorf, 1871

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https://doi.org/10.11588/diglit.815#0491
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Unbestimmbare Figuren. 481

2212. Zwei kleinere nackte Figuren von Maim und
Frau, äusserst roh. Der Mann greift nach der Frau Brust
und die Frau nach des Mannes Glied. Komisch ist das Ver-
sehen, class der Mann auch Brüste hat. Ebendaher. 137.
H. 2 Vi".

Unbestimmbare Figuren.

a. Römischen Styls.

2213. Nackte Frau, auf einer Kugel stehend, das zu-
sammengerollte Gewand bogenförmig mit beiden Händen über
dem Kopf haltend. Gefunden zu Bonn. Aus der Böeking'schen
Sammlung. Η. 2%".

2214. Eine von der Hüfte abwärts bekleidete
Frau, deren Gewand von einem über die linke Schulter
gehenden Bande gehalten wird. Sie hat die Beine übereihander-
geschlagen und die Anne wie ausruhend über dem Kopf zu-
sammengeschlagen. Gefunden am Rhein. Aus der Böeking'-
schen Sammlnng. H. 23/4".

2215. Mädchen in einfach strengem Faltenwurf,
ähnlich wie an der Vesta Giustiniani. Die Fusse stehen dicht
neben einander auf einer kleinen runden Basis, sind übrigens
mit sammt der Basis neu und» waren vielleicht gar nicht vor-
handen. Der rechte Arm hängt am Körper herab nnd hielt
etwas, da die Hand durchbohrt ist, ebenso die linke Hand, die
etwas vorgestreckt ist. Vielleicht hat die Figur zu irgend
einem tektonischen Zusammenhang gehört. H. 27/8"•

2216. Ein mit der Toga bekleideter Mann, dessen
rechter Fuss fehlt. In der Linken hält er etwas Verstümmeltes,
was nicht recht deutlich ist, den Griff eines Schwertes oder
dergleichen. In der ausgestreckten Rechten scheint er auch
etwas gehalten zu haben. Nach der Rückseite scheint die Figur
irgendwo als Relief aufgesetzt gewesen zu sein. H. 33/4".

2217. Nackter Knabe, nur hat er einen zusammen-
gerollten Ueberwurf von der linken Schulter nach der rechten
Hüfte. Die erhobene Rechte hielt etwas, man sollte vermuthen
eine gezückte Lanze. In der linken Hand befindet sicli der
Rest eines Geräthes, ein anschwellender Schaft, wie er etwa

. Prieiïericns, Berlin's Antike Bjïdiyçrke ϊί, 31
 
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