Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 38,2.1845

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Nr. 46,

HEIDELBERGER

1845.

JAHRBÜCHER DER LITERATUR.

MSusch s JDas €*e schlecht sieben, des
Weibes.

(Schluss.)
Drittes Kapitel. Von den allgemeinen Regeln bei der Anwen-
dung der Arzneimittel in Frauenkrankheiten. Dieses Kapitel ist vorzugs-
weise nach Klose und Phoebus bearbeitet, doch fügt der Herr Verf.
sehr beachtenswerte Bemerkungen bei.
Viertes Kapitel. Von der Berücksichtigung der GeschPechts-
funktionen bei Behandlung der Frauenkrankheiten. In diesem Kapitel
macht der Herr Verf. darauf aufmerksam, welche Rücksichten der Arzt
bei Behandlung der Frauenkrankheiten zu nehmen hat: a} auf Menstrua-
tion, b} Schwangerschaft, c) Geburt und d} Wochenbett.
Sechster Abschnitt. Diätetik und Kosmetik des
Weibes. Erstes Kapitel. Von der Diätetik und Kosmetik im
Allgemeinen. In der Diätetik wird gelehrt, das Weib in den verschie-
denen Zuständen seines Lebens vor Störungen und Krankheiten zu be-
wahren und demselben die unabwendbaren Beschwerden seines Lebens zu
mindern, zu erleichtern. Die Diätetik schliesst sonach die Prophylaxis
und Pflege des Weibes in sich. Die Kosmetik lehrt die Erhaltung der
weiblichen Schönheit und bildet einen Theil der Diätetik, da die Schön-
heit nur bei völliger Gesundheit erhalten werden kann. Es ist die Auf-
gabe der Kosmetik nicht, die sogenannten Schönheits- oder Toiletten-
Mittel, die gewöhnlich mehr zur Vernichtung als zur Erhöhung der Schön-
heit beitragen, aufzuzählen. Mit Recht handelt der Herr Verf. die Diä-
tetik und Kosmetik des Weibes als eng zusammenhängende Gegenstände
ab. — Die Diätetik des Weibes weicht in vielen Beziehungen von der
des Mannes ab. Körperbau, geistige und gemüthliche Richtung geben
hier schon den Fingerzeig. Man hüte sich, darnach zu streben, die von
XXXVIII. Jahrg. 5. Doppelheft. 46
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