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262

VATIKAN.

340 (19) Knabenstatuette.

Ergänzt der Kopf, der r. Arm, die 1. Hand nebst
dem von ihr gehaltenen Gewandzipfel, der r. Unter-
schenkel, beide Füsse, die Rünthe.

Wie wir angesichts der besser erhaltenen Wieder-
holung n. 581 darlegen werden, war dieser Knabe mit
einem Spiele beschäftigt, bei dem es darauf ankam eine
Pyramide oder ein bestimmtes Stück in einer Reihe von
Nüssen zu treffen oder eine Nuss in ein in die Erde ge-
grabenes Loch zu schleudern.

Pistolesi III 25. Clarao V pl. 876 n. 2240. Museo Chiara-
monti III 37. Vgl. Braun Ruinen und Museen p. 475 n. 174
und unsere n. 581.

341 (21) Marmorne Amphora.

Gefunden in der Villa ad gallinas an der Via Fla-
minia (vgl. n. 5). Ergänzt der Fuss, Stücke am Halse,
der grösste Theil der Henkel, allerlei kleinere Stücke
am Behälter, die unter der künstlichen Patina, welche
der Restaurator dem Marmor gegeben hat, nicht alle
deutlich erkennbar sind.

Die Reliefs stellen den rasenden König von Thrakien
Lykurgos dar, wie er gegen den bakchischen Thiasos
wüthet. Lykurgos ist im Begriff eine Mainade nieder-
zuwerfen, die er mit der L. am Haare fasst und der ei-
sernen 1. Fuss auf den Schenkel setzt. Die Bewegung und
das Attribut seiner r. Hand sind unklar, vielleicht in Folge
einer an dieser Stelle angebrachten Restauration. Die
übrigen Mitglieder des Thiasos bemerken nicht die Ge-
fahr, die sie bedroht, sondern setzen, hingerissen von
bakchischer Begeisterung, ihre Tänze fort, während zwei
Mainaden, von der Anstrengung ermattet, zusammen-
brechen und einander in die Arme fallen. Die ausdrucks-
vollen Motive lassen auf ein oder mehrere ausgezeichnete
Vorbilder schliessen ; die Ausführung ist nachlässig.

Mon. delf Inst. 1X45; Ann. 1872 p. 248—270. Vgl. Hauser
die neu-attischen Reliefs p. 105 n. 38.

342 (26) Kolossale Fusszehe.

Sie lässt auf eine Statue von etwa 15 Meter Höhe
 
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