Journal für die Baukunst: in zwanglosen Heften — 3.1830

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6. Braun, Tra/s-Bcton zu Fundamenten♦

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des W asserschöpfens, und andere Neben-Ausgaben’ dürfen von dem Ver-
gleich ausgeschlossen bleiben, weil sie bei beiden Fundamentiriuigs - Arten
ziemlich die nemlichen sind.

Aufser der Kosten - Ersparnis würde die Fundamentirung mit Trafs-
Betou nocli den Nutzen haben, dafs auch die Keller leicht wasserdicht
gemacht werden können, wenn man noch die Kellermauern, bis etwa
über den höchsten Wasserstand, in Trafsmörtel mauert. In dieser Bezie-
hung dürfte es mitunter sogar geratheil sein, den Grund auch dann, wenn
kein Pfahl- oder liegender Rost nöthig ist, das Wasser aber die Keller
erreicht, erst mit einer Lage gestampften Thon oder Lehm, und hernach
mit einer | oder 1 Fufs dicken Lage Beton zu belegen und die Fundamente
mit Trafsmörtel zu mauern, um die Keller gegen das Eindringen des
Grimdwassers zu schützen. Da es höchst unangenehm, ja selbst schaden-
bringend für viele Haus - Eigen thümer ist, wenn sie zu gewissen Jahres-
zeiten ihre Keller nicht benutzen können, Kellerwohnungen aber durch
die zurückbleibende Feuchtigkeit sogar noch ungesunder werden, so dürfte
vielleicht mancher Bauherr bei dem Bau eines neuen Hauses die Mehrkosten
nicht scheuen, um durch obiges Mittel das Grundwasser von den Kellern
entfernt zu halten. Auch in schon stehenden, alten Gebäuden kann der
Übelstand auf diese Weise gehoben werden.

Berlin, den 8ten März 1830.
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