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§. 6. Die Decwendunq von Vereinsgeldcrn znr Fördcrung deS Ver-
einszweckes bleibt dem Vorstande überlassen. Alle übrigen Gelder sollen
baldmöglichst nach gehaltener Sammlung dem Crntral-Verein in Köln
übermacht werden.

§. 7. Alljährlich, und baldmöglichst nach abgehaltener Sammlung,
treren auf specielle Einladung dcs Vorstandcs alle Mitglieder des Ver-
eins in Eschweiler zusammen, um die Vsrsteherwahlen vorzunehmen,
dcn Bericbl deS Vorstandrs über die Lage des Vereins ;u hören und
von der Rechnung über Einnahme und Ausgabe des vergangencn Jah-
reS tzinstcht zu nchmen.

§. 8. Auswärcige Mitglieder könncn bei dcn Generalversammlungen
durch bcvollmächtigte Mitgliedcr vertreten werden. Jcdcr in der Ver-
sammlung Anwescnde hat nur Eine Stimme. Auf Bevollmächligung
für Auswärtige kann ein Anwesender jedoch mehre Slimmcn führen,
wobei aber die Bcschränkung gcmacht wird, daß eine Person nur viec
Mitglieder repräsenlircn, milhin, einschließlich seiner Stimme, nur fünf
Stimmen abgeben kann. Die Wahlcn crsolgcn durch relative Majoriläl.

§. 9. Der Vercin wird durch seincn Vorstand in allen Theilen voil-
ständig vertreten. Der Vorstand bcsteht aus sieben Mitqlicdern, wclche
in der ersten Generalversammlung gewählt werden. Außcrdem sollen
der Oberpfarrer und der Bürgecmeister dec Skadt Eschweiler von
RechtS wegen Mikglieder des Vereins mik Sitz und Skimme in dem-
selben sein. Von jenen sieben Milgliedern scheiden nacb Ablauf des
ersten Jahrcs drei nach dcm Loose, nach Ablauf des zweiten die vier
übrigen, i« den solgenden Jahren abwechsclnd drei und vier, nach der
Reihenfolge des Dienstalters, aus. Die Erncuerungswahlen werden in
der alljährlichen Generalversammlung vorgenommen. Jedes Mitglied des
Vereins ist wählbar, die Wiedercrwählung der aurscheioenden Boc-
steher zulässig.

§. 10. Diejcnigcn Mitglieder deS Vereins, welchc, und so lange ste
«inen JahreSbeilrag von zehn Thalern zahlcn, hiben die Befugniß,
den Vorstandssitzungcn als tzhren Milglieder mit vvllständiger Slimm-
berechtigung beizuwohnen, ohne ciner specicllen an sie gerichteten Ein-
berusung zu bedürfen oder ekne solche in Anspruch nehmen zu können.

§. 11. Dec Vorstand leitec alle Angelegenhciten des Vereins nach
Besthlüsscn, welche durch Stimmenmehrheit gefaßl werden. tzr ernennt
einen Dirigenken und «inen Rendanken, der zuglcich die Stelle dcs
Secretärs vertrirt. Dec Dirigent ladct ;u den Versammlungen ein und
leiket dieselben.

§. 12. Abänderungen dcs Statuls können mit cinfacher Skimmen-
mehrheit, unter Vorbehalt drc Zustimmung dcs Cenlral-Bcreins, in
jeder Generalversammlung beschlossen werden.

Stakut dks bonuer Fllilil-llereins.

§. 1. tzs bildet sich unkcr dem Namen „Filial-Verein" in Bonn
ein Vercin, welchec dezweckk, möglichst große Geldbeiträge für Lcn
kölner Dombau zu beschaffen.

§. 2. Mitgliedcr des Vereins sind alle diejenigen, welche sich zur
Zahlunz eines Beicrages von mindestcns 1 Thlr. por Jahr verpflichtcn.

Kleinere Beiträge werden icdoch mit Dank entqegen genommen.

§. 3. Die Mitgliedschast erlischt, wenn dec Jahresbeitrag von 1
Thlr. nicht mehr gczahlt wird.

§. 4. Die sämmtlichen Mitgliedcr wählen in einec alljährlich zu
veranstaltenAen Generalversammlung den Vvrstand, welcher aus fünf
Persvncn besteht und sich für ein Jahr der Aufgabe unterzieht, die
» Beiträge einzusammeln nnd an das Hauplcomite zu Köln abzuliefern.
— Die Mitgliedec des Vorstandes können nach Äblauf dcc einjähri-
gen Functionszcil wieder gewählt werden.

§. 5. Der Vorstand wird das Haupl-Comite in Köln ersuchen, bei
dem Ausbau des Domes an irgend cinem Gebäudekheile entwedec das
Stadtwappen oder ein anderes, die Theilnahme der Stadt Bonn be-
zcichnendes Denkzcichen anbringen zu laffcn.

Diese Statuten sind in der Versammlung vom 14. Mai 1842 von
den Anwesendrn angenommen und die Hcrren
Haasi, Ltadtrakk,

Jung, Beigeordneter,

Oelbermann, Kaufmann,

Scholz, Dvmcapitular.

Oppenhoff, Oberbürgermeister
zu Vorständen gewähll worden.

Lorrefponden;-Nacl,richten.

Coblenz, 30. Oct. Die Casino-Teseilschaft hiesiger Stadt, welche
his heran ein Loos in der Classen-Lolterie spielte, hal am gestrigen
Tage den gewiß beachtenswerkhen Beschluß gefaßt, diesen Posten zu
tzreichen und dafür einen jährlichen Beitrag von zehn Thalcrn für dcn
Dvmbau in ihr Budget aufzunehmen.

Rom, 31. Oct. Die hier lebenden deutschen Künstler sind bemüht,
durch Eröffnung einer gegen die Mikte Novembcr's festgesetzten großen
Ausstellung ihrer Werke auch ihrerseits für den Ausbau des kölner
Domes einen patriotischen Bcitrag zu leisten. Daß den Dcutschcn

stammverwandce «nd fremde Künstlec bei dieser Gelegenheik in dem-
selben Sinne ihr Jnteresse für die Vollendunq des großartigcn natio-
nalen Architckturdrnkmals bclhäkigen werden, ist mchr als wahrschein-
lich. Der österreichische Botschafker, Graf Lützow, hat für die Placi-
rung dcr Kunstwcrke den Fcstsaal drs venctianischen PalasteS, dcn
gröstten in Rom, mit edlec Bereitwüligkeit cingeräumt.

Literarilche Änzcige-

Jm Verlage der literarisch-artistischen Anstalt in München ist erschienen:

Geschichte und Beschrerbung

des

Doms von Köln

von

Sulpice Äoisseree.

Zweike, umgearbesteke Auflage mit 5 Abbildungen in 4lo.

Preis: 2 Thlr. 20 Sgr.

Die allgcmeine Thcilnahme, welche in der neuesten Zeit für den Fortban
des kölner Doms rege gewordcn ist, hat den Berfaffer bewogen, die Ge-
schichte und Beschreibung dieses vollkommensten Denkmals deutscher Bau-
kunst, womit er sein großes Werk begleitet hat, zu einer Handausgabe um-
zuarbeiten und mit vielen Zasätzen auszustatten. Jndem wir das Erscheinen
dieser neuen Ausgabe ankündigen, wozu vie als einzclnes Blatt ver-
ianvte änßere Anffcht dcs kölner Dvms in seiner Vollendnng gebört, glau-
bcn wir allen Zremweu vaterländischer Lunst eine wülkommene Nachricht zu
geben.

Der kölner Dom m seiner Vollendung.

Anficht von der Südseite.

Gczeichnet von Gcrhardt, gestochen von Voppel kn Münchcn.

22'/, Sgr, auf chin. Papier I Thlr. j

Wir bemerken zn diesem sehr wohlgelungenen Stahlstich nur, daß vie An-
sicht nach der Angabe und eincr neuern Restauration des 0. S. Boisserüe
entworfen und ausgeführt worden ist; fllr diejenigen aber, welche ein grö-
ßeres Bild vorziehen, fügen wir noch hinzu, daß die erste Zeichnung dieser
Anffcht mit anderer Staffage in der Größe von 16'/- Zoll Höhe unv 14/r
Zoll Breite von dem rühmlich bekannten Lithographea Boriim in Kreide-
Manier, sorgfältig auf Stein bearbeitet, bald in unserm Verlage erschei-
nen wird.

Zugleich verbiuden wir hiermit rie Anzeige, daß wir cine neue Ausgabe
des großen Wcrkeö des Herrn II. S u l p i z B o i s s e r v e übcr dcn köl-
ner Oom vorbereiten welche in einem gegen die ursprllngliche Ausgabe
um die Hälste verkleinerien Formate und auch um die Hälste verminderten
Preise mit einem neuen Aboruck des Tertes in 4to publicirt werden wird.
Üm aber auch diejenigen Blätter dleses Werkes, welche jenes größte Denk-
mal dcr Alideutschen in seinem Ganzen und besonders in seiner Vollendnng
darstellen, dem Publicum im Einzelnen mehr zugänglich zu machen, wollen
wir schon sttzt folgende Blätter auf kleinerem Papier zu beigesetzien Prei-
sen einzeln ablassen, nämlich:

Aeußere Ansicht dec Domkirche, wie sie !st, gez. vou Quaglio,
gsst. vou Darnstedt. 4 Thlr. 10 Sgc.

Längenaufriß derselben, wie sie werden soll, gez. von Fuchs, gest.
vvn Duttcnkofer. 4 Thlr. 10 Sgr.

Hauptseite und Thücme derseiben, wie sie wecden sollen, gez. von
Fuchs, gest. von C. Rauch. 3 Thlr. 7'- Sgr.

Anstcht der Vorhalle, wie sie werden soll, gez. von Mollcr, gest.
von Lcißmer. 5 Thlr. 10 Sgr.

Alle Buch- unv Äunstbandlungen sind in Stand gesetzt, Abdrücke dieser
Blätter zn den beigesetzten Preisen zu liefern, Der Preis des ursprüng-
lichen Werkes mit dem Terte in Folio und den Kupferstichen in den ersten
Abdrücken auf großem Papier, von welchen wir noch eine Anzahl Erem-
plare besitzen, bleibr wie disher unverändert 68 Lhlr. für ein vollständiges
Eremplar.

München, 1842.

Literarisch-artistische Anstalt.

(Zn Köln zu beziehen durch die Buchhandlung von M. DuMont-
S ch a u b e r g.)

Becichtigung. Jn Nr. 17 d. Bl. ist S. 2, Sp. 4. Z. 11 von
unten ;u lesen: „ben beigegebenen zwei lithographirtcn Tafeln," statt
„zwölf"; in Nr. 18 S. 3, Sp. 1, Z. 19 von unten: „verläßliche"
staic „verlustliche"; Z. 13: „»!-irt>ri„»i" statt „mart^rum"; Sp. 2
Z. 14 v. o.: „Reliquiarien" sakk „Reliquien"; Z. 16: „Chorstallun-
gen" statt „Chorstellungen".

Verantwortlicher Herausgeder: Jos. DuMonl.

Druck und Commissions-Verlag des Verlegers der Kölnischen Zeitung,
M. DuMont- Schauberg.
 
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