Zentral-Dombauverein <Köln> [Editor]
Kölner Domblatt: amtliche Mittheilungen des Central-Dombau-Vereins — 1846 (Nr. 13-24)

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'Kölnrr

Domblatt,

Monaksfchrifk.

Ämtliche Mittheilungen -es Central-Dombau-llereins,

mit gefchichtlichen, artiftifchen und lkterarkfchen Beiträgen,

herausgegeben vom Vorsiande.

M 13._Köln, Sonntag I. Februar_ 184«.

Das „Kolner Domblatt" erscheint monatlich als Gratis-Iugabe zur „Kölnischen Ieitung", wird außerdem aber auch besonders ausgegeben und
versandt. Der Pränumerations-Preis sür die Einzel-Ausgabe, deren Bru tto-Ertrag der Dombau-Vereins-Caffe zufließt, beträgt hier bei der Expedition der
„Kölnischen Ieitung" wie auswarts bei allen k. preuß. Postanstalten 1« 8xi-. für den Jahrgang.

Alle Iuschristen an den Central-Verein werden offcn oder unter Krcuzband, mit der Rubrik: „Allgemeine Angelegenheiten des Dombau-
Vercins zu Köln", so wie Geldsendungen mit der Bezeichnung: „Geldbeiträge für den Dombau zu Köln", erbeten.

Amtliche Mittheilrrnge«.

Zweiundkünsiigües protocoll

des

Eentral-Dombau-Bereins-Borstandes

Vcrhandelt zu Köln auf dem großen Rathhaussaale, am 26. Januar
1846, Nachmittags 3 Uhr. » . „ -

Geqenwärtig waren: Se. Erzbischöfliche Gnaden, der hochwurdigste Erz-
bischvf von Köln, Herr JohanneS von Geisfel, Hochwelcher den Eh-
renvorsitz einnahm; svdanndie Hrrren : Rolshausen, Präsident; Haass
I., von Bianco, Bohl, Aanoli, Neven, von Groote, Freiherr v.
Devivere, Bitter, Essingh, Freiherr von Münch-Be ll inqhau-
sen, Graf vonFürstenberg, v. Schweitzer, Bartman, DuMont,
von Thenen, o. Claessen, von Herwegh, Zwirner, von Col-
flenbach, Mülhens, Bierch er, Kerp, Seydlitz, Böcker, Hardpng,

Heuser; Gräff. ProtocvUührer.

Entschuldigt hatten sich die Herren: von Wittgenste.n, Leven,
Schieffer, Franck, Weyer, Hennekens, Berghaus, Blom" und

^ Der"Präsident erstattete zuvörderst folgenden Bericht über die Ein-

„Nach d-m in der Sitzung vom 22. Decembrr v. Z. erstatteten B-r.chte

betrug damals di« Gesammt-Einnahme.7„ 8

bis Ende des Jahres sind noch eingegangen .... 1»»I„11„ /

mithin war am 31. Dec.mber 1845 di« Einnahme
Zm laufenden Monate wurden «ingezahlt . . . ^_

di« Gesammt-Einnahme bis heute ist also ..... 160177,, 5„11
„Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe wahrend des Kalendsr-
jahres 1845 hat der Rendant, Herr NelleS, bereits am 7. d.Mts. vor-
qeleqt. DaS Caffen-Curatorium hat dieselbe geprüfk und solche sowohl im
Sanzen als im Einzelnen mit dm vom Verwaltungs-Ausschuss- erthe.lten
Einnahme- und Ausgabe-Anweisungen, mit den im „„Domblatte"" ver-
öffentlichten BeitragS-Verzeichniffen, so wie mik dem Caffen-Journale und
dem Hauptbuche überall übereinstimmend, auch sonst nichtS Wesmtl.ches
zu «rinnern gesundm und demnach darauf angetragen, dem Rendanten die
Decharge zu ertheilen. .

„Zn dieser Rechnung ist der am Ende des Zahre« 1844 verbliebme

B^nd mit . . . . !. 29981,, 2,.11

richtig vorgetragen. Die Einnahmen im Zahre 1845 be-

trugm Eanzm ............ . 42225-/ 3„ 6

mithin die Gesammt-Einnahme des Kalenderjahres 1845 72206,, 6„ 5
die Ausgabe .............. . 33985,,22„ 1

folglich verblieben am Schluffe des Jahres noch . . . 38220„14„ 4

jm Bestande, «ovon 38061„9„11 bei hiestgm Banquierhäusem zinsbar an-

^Dieser Bestand würde also schon hinreichen, den nach dem Schreibm
vr. Erzbischöflichm Gnaden vom 9. vorigen MonatS von dem Dombau-
meister Herm RegierungSrath Zwirner für daS laufende Baujahr ver-
anschlagten Bedarf von 36000 Thlrn. zu bestreitm, nämlich:

156963„l9„ 3
3213 ,16,, 8

-») süc den Fortbau des nördlichen Querschiffes 26000 Thlr.,
d) für den Fortbau des nördlichen Thurmes 10000 ,»

„Da aber für das Vcreinsjahr 1845 auch noch die Beitrags-Rückstände
einkommen, so erlauben die Mittel des Vercins, dir Bauthätigkeit noch
übec den erwähnten Vvranschlag hinaus auszudehnen, wenn dieses bei nähe»
rer Erwägung zweckmäßig erachtet werden sollte.

„Zur Ueberweisung der für den Fortbau am nördlichen Thurme veran-
schlagten 10,000 Thlr. ist der Verwaltungs-Ausschuß durch den VorstandS-
Beschluß vom 22. April 1844 bereits ermächtiqt und behält stch vor, wt-
gen der zum Fortbaue des nördlichen Querschiffes sür dieses Jahr zu über-
weisenden Summe di« erforderliche Ermächtigung seiner Zeit zu beantragm.

„Zu der seit dem Bestrhen des Vereins biS Ende 1845 aufgekommmm
Gesammtsumme der Vereinsgelder haben beigetragrn:

„1) Die Central-Vereins-Genoffen in den zwanzig Pfarrbezirken der

Städte Köln und Deutz .. 49244,, 4,, 5

„2) Die Elemenlarschulen in Köln.. 533„ 3„ 4

„3) Die Erträgniffe besoaderer Geschenke, Sammlun-

gen, Feste, Concerte, Verloosungen ic. in Köln . 17616,, 2„ 6

„4) Die in Köln destehenden besonderen Dombau-Ver-

eine in den 3 Jahren 1843, 1844 und 1845 . 1820„21„11

mithin die Städte Köln und'Deutz . . 69214,, 2„ 2

„5) Di« Beilräg« von außerhalb Köln, welche unmit-

telbar in die Central-VereinS-Casse eingezahlt

worden stnd, betragen ......... 33262„11„ 7

„6) Die Zinsen von nutzbar angeleqten Beständen der

Vereinscaffe haben bis Ende 1844 ergebm . . 3402„S8„—

folglich betruqendie unmittelbaren Einnahmen

des Central-Vereins.. 105879,, 11„ 9

„71 Die Hülfsverein« haben bis Ende 1845 ein-

gezahlt ............. 51084,, 7„ 6

Daher Gesammtsumme wie oben ...... 156963„19„ 3

„Wie hoch die Summe der für 1845 und früher noch eingehenden Bei-
tragsreste stch belaufen könne, läßt stch zur Aeit noch nicht wohl abschätzen.

„Obgleich nämlich die Einsammlung der Jahresbeiträge bei den VereinS-
genossen in den Städten Köin und Deutz, durch di« persönliche Vermitte-
lung der hierzu beauftragten Vorstands-Mitglieder in den meisten Pfarr-
bezirkm vollendet ist, und hierin nur noch hiu und wieder Reste von ein-
zelnen Genoffen einzuziehen sind, welche zur Zeit der Einsammlung nicht
zu Hause angelroffm wurden, so ist doch in einigen Pfarrbezirken auch die
Einsammlung selbst noch nicht ganz durchgeführt. — Jm Ganzen scheint
der Jahresbeitrag für das Dereinsjahr 1845 in den 20 Pfarrbezirken von
KLln und Deutz dem deS vorhergehenden Zahres jiemlich nahe zu kom-
men, indem die Mehrheit der VereinS-Mitglieder für 1845 dieselben Lei-
träge gegeben hat, wie in den vorhergehendm Zahren, und die Abgänge
durch dm Autritt neuerMitglieder zum Theile «ieder gedeckl wvrden stnd.
Dagegen stnd diese Ab- und Zuga'nge in mehreren Pfarrbezirken, besonder-
aber tn denen, woria viele neue Gebäude entstehen, sehr veränderlich, je
nachdem di« Zahl und die Wohlhabenheit ihrer Bewohner ab- und zu-
nimmt.

„Von unseren HülfSvereinen hat mrhr als die Hälfte die Beittäg« de«
BrreinSjahres 1845 noch nicht zur Central-Derein-cass« abgeliefert; meh-
rerr stehen auch noch für 1844 damit zurück.
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