Zentral-Dombauverein <Köln> [Editor]
Kölner Domblatt: amtliche Mittheilungen des Central-Dombau-Vereins — 1846 (Nr. 13-24)

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rKölncr

Domvlstt,

Mcnaksfchrifk.

Amtliche Mittheilungen -es Lentral-Dombau-llereins,

mit gefchichtlichen, artistifchen und literarifchen Beiträgen,

herauSgegeben vom Vorstande.

M IS.

Köln, Sonntaq 29. März

1846.

Das „Kölner Domblatt" erscheint monatlich als Gratis-Zugabe zur „Kölnischen Aeitung", wird außerdem aber auch besondcrs ausgegeben und
versandt. Der PränumerationS-Preis für di- Einzel-Ausgabe, deren Brutto-Ertrag der Dombau-Bereins-Caffe zustießt, beträzt hicr bei der Erpedition dcr
„Kölnischen Zeitung" wie auswärts bei allen k. preuß. Postanstalten tO 8x»7. für den Jahrgang.

Alle Aufchristen an den Eentral-Vcrein werden offen oder unter Areuzband, mit der Rubrik: „Allgemcine Angelcgenheiten dcs Dombau-
Bereins zu Köln", so wie Geldsendungen mit der Bezeichnung: „Geldbeiträge für den Dombau zu Köln", erbeten.

Amttiche Mittheilunge«.

Vikrun-lunhigttes Nrotocoll

des

Central-Dombau-Bereins-Bvrstandes.

Verhandelt zu Köln auf dem großen Rathhaussaale, am 2ä. März
1846, Nachmittags 3 Uhr.

Gegcnwärtig waren: Se. Erzbischöfliche Gnaden, der h'ochwücdigste Erz-
bischof vvn Köln, Herr Johannes von Geissel, Hochwelcher den Eh-
renvorsitz einnahm; sodann die Herren: Rolshausen, Präsident; Esser,
ll., Wccretär, zugleich den abwesenden Protocollführer vertretend; Zwirner,
Berghaus, von Münch-Bellinghausen, von Herwegh, Stein-
berger, Hohenschutz, DuMont, Haass l-, Schweitzer, Vohl,
Weyer, Aanoli, Böcker, Bartman, Bitter, Hardung, Essingh,
Weihbischof ». Elaessen, Heuser, Blömer, D'Estcr, Biercher»
Seydlitz, Schieffer, Weyden, von Gcoote, von Devivere.

Entschuldigt die Herren: Graf von Fürstenberg. Stammheim,
Graesf, von Wittgenstein, Leven, Franck.

Dec Präsrdent erstattek den Bericht über die Einnahme und Aus-
gabe, nämlich:

„Seit der letzten Vorstands-Sitzung, in welcher eine Gesammt-Einnahme

bis zum 2. d. M. von .. 161243,, 2„ 4

nachgewiesen wurde, sind bis heute an Beirrägcn für 1845

und früher eingegangen.. 556„23„ —

so daß die Tokal-Einnahme heute ...... 16i799„25„ 4

und, nach Abzug der Gesammt-Ausgabe von .... 118876„i5„—

der baare Eassa-Bestand.. . . 42923„lü„ 4

beträgt."

Derselbe theilt hierauf die über die Acceptativn dcr Schenkung Seitens
des baierischen kölner Dvmbau-Vercins eingesendeten Beitrages füc
1844 vvn 16,090 Thlrn. ausgestellte Urkunde Sr. Erzbischöflichm Gnaden
Les Herrn Erzbischofes von Köln mit, folgenden Jnhalks:

„Urkunde über die Annahme der Schenkung
des baierischen kölner Dombau-Vereins von 16,000 Thlrn. pr. Crt. zum
Fortbaue der hiesigen Melropolitankirchr für das Jahr 1844.

„I o h a n n e s,

durch Gottes Bacmherzigkeit und die Gnade des h. apostolifthen^Stuhlcs
ErzbischofvonKöln,
desselben h. «postolischen Stuhles geborner Legat rc.

„Nach Einsicht deS uns von dem Wohllöblichcn Derwalrungs.-Ausschussc
des Central-Dombau-Vereins zu Köln unter dcm 12. v. M. zugegangcnen
Schrcibens, laut welchem der sehr verehrliche allgemeine Verwaltungs-Aus-
schuß des baierischen kölner Dombau-Vereins einen Wechsel aus das hie-
sigc Bankhaus Sal. Oppenheimu. Comp. über 28,000 Gulden rhein.
odec 16,000 Thlr. pr. Cct. alS Beitraq zum Fortbaue der hiesigen Dvm-
kirche für das Iahr 1844 mit dem Auftrage übermacht hat, uns dieselben
zur Verfügung zu stellen und unsere Accepfation unter densclben Bedin-
gungen, wie in den Vorjahrm, zu erwirken;

„Nach Einstcht des Protocolles des hiesigen Metropolitan-CapilelS vom
17. v. Mts., wodurch dasselbe jn seiner an diesem Tage gehaltenen Ca-
pitulac-Sitzung sein Gutachten dahin abgegeben hat, daß die Schenkung
des daierischen kölner Dombau-Vereins, unter Vorbehalt dec gesetzlichen
Vorschriften, anzunehmen sei;

„Nach Einsicht des Art. 113 des Decrets vom 30. December 1809, die
Kirchenfabriken bekreffend, und des h. 2 des Gesetzes vom 13. Mai 1833,
über Schenkungen und letztwillige Zuwendungen an Anstalten und Gesell-
schaften;

„Auf den Grund des Schreibens des königüchen Ministers der Geist-
üchm-, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten, Herrn Eichhorn Exc.,
>i. >l. Berün, den 2i. Zuni 1843, gemäß welchem des Königs von Preu-
ßen Majestät die hiesige Metcopoiitankirche cin für alke Mal bi's aus Wi-
derruf zur Acceptation allcr zum Ausbaue des Domes von den bestehenden
Dombau-Vereinen angebotenen Schenkungen mit der Maßgabe j» erntäch-
tigen Allergnädigst gernht haben, daß der Staaksdehörde von dem Bctrage
und der besondern Besiimmung der einzelnen Schenkungen Anzeige erflat-
tet werde und die Annahme derselben nur in dem Falle erfolge, wenn die
Bestimmung der Schenkung mit den festgesetztcn und noch festzusetzende»
Bau- und Bekricbsplänen zu vereinigen ist:

„Erklären wic hrcdurch, das höchst erfreuüchc und schätzbare Geschmk deS
sehr vcrchrlichen baierischen kölner Dombau-Vereins von sechszehntausend
Thalern pr. Crt. für das Jahr 1844 unter den nämüchen Bedingungm,
wie dic Geschenke in demselben Betrage für die Jahre 1842 und 1843, so
wie solche in unseren dcsfallsig.n Acceptations-Urkunden vom l 1. Juli 1843
und 28. October 1844 angegchen worden sind, und unter Vorbehalt der
gesetz!ichm,-auf letzterc bezugüchm Vorschriften mit den Gesinnungm dcs
lebhaftesten Dankes annehmm zu wollen, und nehmen dasselbe unter An-
gelobung treuer Verwcndung zu dem bestimmtm femem Zwecke unter Be-
'zeiqungen unseres freudigstm Dankgefühles hiermil an, worüber wir ge-
genwärtige Urkunde durch eigmhändige Unterschrifk und unkcr Eindrückung
unseres Jnsiegels ausgeferkigt haben, und eine Original-Aiisferkigung dem
Wohllöblicheu Verwalkungs Ausschusse deS Central-Dombau-Vereins zu
Köln m'it dem Ersuchen zugehen lassen, dieftlbe dem fthr verehrlichen all-
gemeinen Vcrwalkunqs-Ausschuffe des baierischen kölner Dombau-Verems
auf dem geeigneten Wege zur Kmntniß mittheilen zu wollen.

„So geschehen, Köln am ftchsten März achtzehnhundert ftchsundvicrzig.

„(». 8.) (gez.) s- Johannes von Geisscl."

Es wird schüeßüch dcr dec nächstm Wahl-Versammlung vorzulegende,
durch den Secretär mtworfene Rechenschaftsbericht vvn dcmftlben verlcsen
und in ftinec Fassung gmehmigt.

Vorgcleftn, genehmigt, unkerzeichnet.

(Gez.) -s Johannes von Geissel. —Rolshausen. — Haass.

— ». Schweitzer. — Zwirner. — I. P. Weycr. — F.
A. Zanoli. — G. A. Böcker. — C. Vohl. — Bitter.

— von Herwegh. Berghaus. — Wm. Bartman.
— DuMont. — SteinberAer. — Hohenschutz. —
Hardung. — Weyden. — Biercher. — v. Groote.—
«seydlitz. — Claessen. — D'Ester. — v. Devivere.
— Frhr. v. Münch-Bellinghausen. — Essingh. —
F. Heuser. — Schieffer. — Esser II.
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