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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0018

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14

Funöschau

6. (13. III.) Kochgrube von 1,20 m Dm., 1,10 m Tiefe mit rotgebrannten Wänöen und
einer 15 cm dicken Aschenschicht am Boden.
7. (13. III.) Grube von 1,50 m Dm. mit einer Aschenschicht am Boden und wenig
Scherben.
8. (13. III.) ovale Grube, 1,70X1,50 m mit wenig Scherben.
9. ,(28. IV.) kleine Grube mit einigen Scherben und Knochen, 75 cm tief.
10. (7. V.) unregelmäßige Grube, 90 cm tief, mit Scherben und Knochen.
11. (7. V.) runde Grube von 1,45 m Dm. und 1 m Tiefe.
12. (13. V.) ovale Grube von 2,80 m Dm. und 1,10 m Tiefe mit fast senkrechten Wän-
den, .an denen wieder eine Lehmverkleiöung festgestellt werden konnte; in der dunkeln Ein-
füllung Scherben, Knochen und Steinwerkzeuge, darunter 1 schöne Steinpfeilspitze und
1 Steinbeilchen.
13. (20. V.) runde Grube von 2,20 m Dm. und 1,10 m Tiefe und mit senkrechten Wän-
den; in der Einfüllung Scherben, Steinsplitter und Knochen.
14. (20. V.) ovale Grube von 2,30 m Länge und 0,80 m Tiefe mit einigen Scherben.
15. (21. V.) runde Grube von 1,60 m Dm. und 0,55 m Tiefe; in der Einfüllung oben
ein spitznackiges langes Steinbeil (Gropengieher).
Mengen (A.Freiburg i. Br)—Kaibenried. Scherben, Pfeilspitze (Wilh. Müller).
Messelhausen (A.Tauberbischofsheim). Abbildung dreier Scherben der donauländi-
schen Linearbandkeramik nach Neckermann-Wahle, Heimatscholle Vilchband 1937 S. 16
auf Tafel I, 1.
Munzingen (A.Freiburg)—Wilgenbrunnen. Kulturschicht, 2 Wohngruben.
Niedereggenen (A.Müllheim)—Hagschutz. Neue Siedlungsstelle.
Obergrombach (A.Bruchsal). Im Bereiche des merowingischen Friedhofes kamen rei-
chere neolithische Siedelungsfunde heraus, teils Michelsberg, teils Hinkelstein-Groß-
gartach. Sie wurden im Rahmen der vorhandenen Mittel und im Einverständnis mit dem
Berichterstatter durch Hauptlehrer und Bezirkspfleger Bauer untersucht (E. Wahle).
Opfingen (A.Freiburg). Wohngrube, angeschnitten durch eine Auffahrt, mit Scherben
der donauländischen und der Rössener Kultur (A. Wangert).
Rufchweiler (A.Äberlingen, früher Pfullendorf). Am Ostufer des Ruschweiler Sees,
dessen Wasserspiegel im Zusammenhang mit der Rieöentwässerung und Tieferlegung des
Andelsbachs um etwa 1 m gesenkt wurde, entdeckten Bürgerschüler von Pfullendorf unter
Führung von Hauptlehrer Bohn im Juni 1937 Äberreste einer jungsteinzeitlichen
Pfahlbausiedlung und sammelten u. a. Scherben, Steinbeile und eine Hirschhornhacke
auf. Wie eine Probegrabung im Rovember 1937 ergab, handelt es sich um eine größere
Siedlung am heutigen Äser, die aber im Laufe der Zeit beim Rückgang des Wassers
schrittweise vom Wellenschlag (Westwinde) zerstört worden ist. Ein genauer Bericht und
die Bearbeitung der Kleinfunöe sollen später in den Baö.Fber. erfolgen (Garfcha).
Sandhofen-Scharhof (A.Mannheim). Am Rordrande bei Anlage einer Straße in
einer Torfschicht 1 Scherbe eines Glockenbechers und 1 walzenförmiges Steinbeil, noch
9 cm lang (Gropengießer).
Vilchband (A.Tauberbischofsheim)—Lückenweg. Aus der stichkeramischcn Siedlung
(Bad.Fber. III, 1936, 355) bilden wir dank dem Entgegenkommen von Prof. E. Wahle
2 Scherben ab (Taf. I), a) Lagebuch-Nr. 2444 (s. Neckermann-Wahle, Heimatscholle Bilch-
band, 1937, S. 19), b) Nr. 2486.
Bronzezeit.
Huttenheim (A.Philippsburg). Randbeil und Armring aus Bronze. Museum
Bruchsal (Bauer-Wahle).
Ilbesheim (A.Mannheim)—Kiesgrube Back. (16. VIII.): Fast ganz vergangenes Kin-
derskelett mit einem Henkeltöpfchen (Gember).
Ebenda Reste eines Grabes mit einer Bronzenadel von 10 cm Länge; die obere
Hälfte ist gedreht, das Kopfende flach eingerollt (Gember).
Sandhosen-Scharhvf (A.Mannheim). Aus der Torfschicht der alten Rheinschlinge
südlich von Lampertheim wurde 1 Bronzenadel mit Stempelkopf und Riefen um die
 
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