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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0017

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Funöschau

13

lingen, Boöman; vom Schönberg bei Ebringen wird ein Backteller abge-
bildet) und am Hagschutz bei Niedereggenen die Anterlagerung durch Rössen
mehrfach hervorgehoben. Das „eigenartige Prachtgefäh von Bischosfingen"
wird zur Schussenrieder Gruppe gestellt. Die Darstellung ist klar und knapp, die
Bebilderung ausgezeichnet, der Preis niedrig.
Bischosfingen (A. Freiburg). Feuerstelle; Scherben mit Randleiste und Griffknubbe.
Finder: O. Göring (K. Klaus II).
Ebringen (A.Freiburg)—Schönberg. Feuersteine, Scherben (St. Anser).
Ehrenstetten (A.Freiburg)—Ölberg. Scherben (vielleicht Bronzezeit), Feuersteine
(St. Linser).
Feudenheim (A.Mannheim)—Hauptstraße 172, am Hochuserranö. Aus einer band-
keramischen Wohn stelle Herdsteine, Hüttenlehm, Teile eines großen Gefäßes mit
durchlochtem Traggriss, verzierte Scherben der Plaidter Art (Gember).
Heidelberg. Spiralkeramische Sieöelung in dem Gewann neben der Markscheide
gegen Rohrbach; schon seit längerem bekannt, wurde sie gelegentlich der Kasernenbauten
angeschnitten, ergab aber keine besonderen Stücke (Dr. Stemmermann).
Höhefeld (A.Wertheim). Doppelgrab der Schnurkeramik, mit zwei Gefäßen und
drei Steinbeilen. Ausgrabung gemäß Meldung durch Dezirkspfleger Oberarchivrat Haug-
Wertheim und mit Unterstützung des dortigen Hist. Vereins (E. Wahle).
Huttenheim (A.Bruchsal)—„Sanöfeld auf die Bach". 2m Rahmen einer Restgrabung
in dem Llrnenfeld (s. u.) wurde am 28. Aug. 1937 auf dem Grundstück des Landwirts
Vinzenz Vungkind ein Zonenbecher angetroffen (Tas. II, 1). Er stand 0,50 in tief, leicht
zur Seite geneigt, im Boden, Öffnung nach oben. Trotzdem die Umgebung sehr genau un-
tersucht wurde, zeigten sich keinerlei Spuren einer Bestattung; der Boden ist allerdings
sehr durchlüfteter, lockerer Sand, so daß mit der Möglichkeit gerechnet werden muh, daß
das Skelett vollkommen vergangen ist. Der Becher ist 17 cm hoch, oben 13 cm breit, sehr
dünnwandig und besteht aus rötlichgrauem Ton. Die umlaufenden Zonen sind durch
Schnurstiche und Punkteinörücke hergestellt. (Aus dem Bericht von W. Bauer.)
Ilvesheim (A.Mannheim)—Atzelberg. Aus der schnurkeramischen Wohn stelle:
Scherben, Knochen, eine Pfeilspitze mit gerader Grundfläche (Gember).
Ilvesheim (A.Mannheim)—Weingärten. Bei Anlage eines Baumloches auf dem An-
wesen des Siedlers Weber eine Hockerbestattung ohne Beigaben; sie wird zu den
wenige Meter davonliegenden Hockerskeletten an der Kiesgrube Back gehören (Gember).
Krensheim (A.Tauberbischofsheim). Spiralkeramische Scherben in dem Stein-
bruch Bau. Die Besichtigung und Probegrabung ergab grubenartige Siedelungsreste mit
reicherer und typologisch recht früher Keramik. Forstwart Lutz-Vilchbanö untersuchte
planmäßig den in den nächsten Monaten zum Abbruch kommenden Erdstreifen (E. Wahle).
Ladenburg (A.Mannheim), Kiesgrube an der Straße nach Wallstaöt. Beim Abhub
der Schwemmlößöecke am Ostrand auf eine größere Fläche kamen 15 Rössener Gru-
ben zum Vorschein, die zu den schon früher dort aufgedeckten gehören.
1. (3. III.) runde Grube von 1,20 in Dm. und 90 cm Tiefe mit fast senkrechten Wän-
den; darin Scherben und ein Stück eines Steinbeils.
2. (3. III.) unregelmäßige runde Grube von 2,40 m Dm. und 1 m Tiefe; die senkrechten
Wände, die sich nach unten ausweiteten, waren mit einer 20 cm dicken Lehmschicht aus-
gekleidet; in der Mitte der Einfüllung, die im oberen Teil Knochen, Scherben und 12 Bruch-
stücke von Messerklingen enthielt, zeigte sich ein dunklerer Kern.
3. (5. III.) kleine Abfallgrube, 1 m breit, 0,90 m tief mit Knochen und Scherben,
darunter auch verzierten.
4. (9. III.) ovale Grube von 2,30 m Dm. mit Scherben, Knochen und Steinwerkzeugen;
in der Mitte stand noch ein Klotz aus gewachsenem Löß, 45x70 cm groß, vielleicht, weil
ehemals mit Steinen umsetzt, ein Herd, worauf auch Holzkohlen und Aschenreste am
Boden deuten, der sich auf 3,70X2,95 m erweiterte; in der Einfüllung Scherben, 1 Stein-
beil und sehr viel Knochen.
5. ,(10. III.) Abfallgrube von 1,20 m Dm. und 0,95 m Tiefe; darin Geweihreste, Scher-
ben, ein halbes Steinbeilchen, eine große Anzahl von Steinwerkzeugen, sehr viel Knochen.
 
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