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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0027

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Fundschau

23

Sandhofen-Scharhof (A.Mannheim). Römische Scherben siehe unter „Karolingisches"
(Gropengießer).
Seckenheim (A.Mannheim), Kiesgrube Bolz. Herr Hauptlehrer Wölber, Seckenheim,
sammelte auch in diesem Jahre mehrere Kisten von römischen Scherben aus dem dorti-
gen Aeckarkies, die alle abgerollt waren, also -Zeugen sind von dem alten Reckarlauf,
der in den ersten Jahrhunderten unserer -Zeitrechnung entlang dem Hochuser führte und
gegenüber Altrip in den Rhein mündete- -Unter den Scherben finden sich auch viele Si-
gillatastücke, darunter auch ein Stück eines Bechers mit senkrechter Wandung (Dragen-
dorff 30), das mehrere Stempelbilder zeigt, wie sie sich gerade so auf dem vollständig
erhaltenen marmorierten Becher aus Mainz mit dem Stempel O^ÜV8b. im Schloß-
museum Mannheim (Behn, Römische Keramik von 1090) finden- Einige abgerollte römi-
sche Scherben sind bei Baggerarbeiten auch am Kasterfeldweiher, 3,5 km weiter westlich
vor dem Hochufer am Sporwörth, herausgekommen; diese Stelle liegt im -Zuge des glei-
chen Reckarlaufs, etwa 1 ürn vom Rhein entfernt (Gropengießer).
Welmlingen (A.Lörrach). Scherbe, süögallische Terra - si g i l l a t a des 1. Jahrhun-
derts (f. o.; F. Kuhn).
Whhlen (A.Lörrach), f. o. unter Herten.
Anhangsweise seien erwähnt das Köpfchen eines römischen Kaisers, gefunden bei
Merdingen (A.Freiburg), Empire, und ein Bronzezeichen, angeblich aus einer mittel-
badischen Privatsammlung, zunächst gedeutet als Zeichen eines Deneficiariers der XXII. Le-
gion (Mainz), später als Fälschung erklärt.
Römische Münzen.
Badenweiler, Die römische Münzsammlung des Heimatmuseums wurde von Justizrat
Holler, Freiburg, neu geordnet (E. Scheffelt).
Ferner wurden dem Bad. Münzkabinett eine Anzahl Bronzemünzen aus Familien-
besitz vorgelegt, die von Tiberius bis Licinius reichen.
Breisach. Constans I.
Graben-Neudorf (A.Bruchsal) (Rov. 1936). Anläßlich der Saalbachkorrektion von Ar-
beitsöienstleuten neben mehreren verlorengegangenen und nicht angegebenen Münzen:
Sesterz des Antoninus Pius, ganz schlecht erhalten, und Kleinbronze Balentinians (Cohen
VIII, 139, 9). Weiteres nicht feststellbar (Wielandt).
Griehen (A.Waldshut). Münze des Domitian, gefunden von A. Spitznagel
(I. Schneider).
Herten (A.Lörrach)—Markhof (Kuhn).
Hüfingen (A.Donaueschingen). Am sog. Burgerweg am oberen Schosenwalö (über den
Durgerweg vgl. O.R.L. B Rr. 62 a S. 4) ziemlich abgegriffenes Mittelerz des Vespasian
Kopf n. r. Itzl? 0^88 VC8? ^VQ ?Xl Ik? D08. Rev. stehende Felicitas n. l. mit Fül-
horn und Schale? ?CHIH8 Cohen 151 oder 159. Die Fundstelle liegt
auf dem Grundstück des Ernst Heinemann Lgb. Nr. 1143 (Revellio).
Lgb. Nr. 1143 (Revellio).
Mengen (A.Freiburg). Die römischen Münzen aus den alemannischen Gräbern wur-
den vom Bad. Münzkabinett bestimmt:
Grab 1: Gordianus I.?
„ 12: Constans 1.?
„ 42: Domitian. Cohen I. p. 476 nr. 78.
„ 105: Hadrian?
„ 129: Zeit der Konstantine?
„ 156: Trajan. Cohen II. p. 44 nr. 245.
„ 164: Commodus?? oder später.
„ 204: Constans I. Cohen VII. p. 408 nr. 22
German. Nachprägung einer Mittelbronze
Constantin I. oder Constans I.
„ 227: Decentius. Cohen VIII. p. 26 nr. 23
Republikan. Denar mit Biga (Rs) und Kopf nach rechts; gezähnt.
 
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