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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 14.1938

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https://doi.org/10.11588/diglit.42535#0028

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24

Fundschau

Grab 265: Faustina. Cohen II. p. 432 nr. 241.
„ 314: Magnentius. Cohen VIII. p. 14 nr. 41
Constans I. Cohen VII. p. 406 n4.10
Constans I. Cohen VII. p. 431 n4.176
„ 425: Magnentius. Cohen VIII. p. 11 nr. 20
Goröianus I. Cohen V. p. 33 nr. 120
„ 450: Gefutterter Denar des Augustus Cohen 2. Aufl. I. p. 69 nr. 43 vom Jahr
2 v. Chr. Dieser Denar ist häufig als etwas spätere barbarische Nach-
prägung und das vorliegende Stück wahrscheinlich als solche anzusehen,
doch bestehen bei der guten Ausführung der Prägung noch gewisse Zwei-
fel, es viel später anzusetzen.
„ 469: Constantin I.? oder Crispus??
„ 474: Vespasian?
Aber die keltische Münze s.o ., über die byzantinische s. u.
Offenburg—Kiesgrube. Mittelbronze Domitians (wahrscheinlich Cohen I, 482. Nr. 128).
Öflingen (A.Säckingen). Am Westende des Dorfes, zwischen der Landstraße nach
Schwörstadt—Basel und dem Humbel werden Siedlungshäuser erstellt. Im November 1937
sand der Arbeiter Albert Llrich von Öflingen eine römische Goldmünze. Auf älmwegen
gelangte sie, vor allem durch die Bemühungen von E. Gersbach, zur Kenntnis und in den
Besitz des Heimatmuseums Säckingen.
Gersbach vermutet an diesem Platz die römische Straße und fand in der Baugrube
des Nachbarhauses eine verdächtige Schotterlage, römische Scherben (und schon vorher
jenseits der heutigen Landstraße Leistenziegelstücke).
Nach freundlicher Bestimmung des Bad. Münzkabinetts (Dr. Wielandt) handelt es
sich um einen „Goldsolidus des Magnentius (303—353 n. Chr.) aus der Münz-
stätte Trier (Cohen 2. Aufl. VIII. 15,46; Gnecchi —). Die Borderseite zeigt das Brustbild
des Kaisers nach rechts, barhäuptig, mit paludamentum, und der Umschrift lick 0/^.8
IckJ.Qb1I8b4'bIV8 die Rückseite links die Viktoria mit Palme, rechts die Liberias
mit Szepter; beide halten miteinander ein Tropaion; Llmschrift VILMOKIJ. ÜI8.
KOick^.b4OK, unten im Abschnitt IN (Trier). Das Stück ist sehr gut geprägt und vorzüglich
erhalten und wiegt genau 4,500 g. Ein Vergleich mit dem im Bad. Münzkabinett liegen-
den gleichen Stück, das, etwas schwerer, 4,504 § wiegt (Fundangabe: „Baden"), ergibt die
Feststellung, daß das Gold des Öflinger Stückes erheblich Heller ist als das der Karlsruher
Münze, an einigen Stellen der Vorderseite jedoch leicht geschwärzt ist. Der Kopf des
Kaisers ist auf dem Öflinger Stück um vieles breiter und weniger sein in der Zeichnung
als auf dem andern; besonders das Ohr ist grob und fast doppelt so breit geraten. Da-
gegen sind die Buchstaben der Llmschrift des Fundstückes zierlicher als die des Karlsruher
Solidus.
Die Prägezeit dieser beiden Solidi dürfte in die Anfangszeit der kurzen Regierung
des Magnentius fallen, die nur von 350 bis 353 währte. Denn zweifellos bezieht sich die
sieghafte Llmschrist — „Sieg des Kaisers" und „Freiheit der Römer" — auf seine An-
fangserfolge und schon Ende 351 begann sein Stern zu sinken.
Der Öflinger Solidus gehört zu den weniger seltenen Goldmünzen des Magnentius.
Dennoch ist die Fundmasse der Münzen dieses Kaisers in Baden nur sehr dünn verstreut."
Östringen (A.Bruchsal). 1937 im Garten des Hauses Mühlstr. 236 30 cm tief: Com-
modus, Großbronze 186 n. Chr. (Cohen III, 304, 556) (Wielandt).
Säckingen—Sandäcker. 1. Sesterz des Hadrian, gefunden von E. Thomann (E. Gers-
bach). — 2. Sesterz, Wohl 2. Jahrh., an einer Stelle, wo schon 4 weitere Münzen gefunden
wurden (E. Gersbach).
Dillingen. Herbst 1937 wurde in der Baugrube des Hauses von Eugen Schleicher,
Lgb. Nr. 1725/15, der von Steinstraße gefunden ein Großerz des Commodus, geprägt
184 n.Chr. Kopf mit Lorbeer n. r. Ick 0OVIVOI)V8 ^NI0bck!4V8 ^VO. Rückseite:
Stehende Göttin der Heiterkeit n. l. mit Füllhorn und Palmzweig 8 0 l-HüJ.KH/^8
^VO ckk ? VIIII lick? VI 008 INI ?. ?. Cohen 222 (Revellio).
 
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