Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0013

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
Nachrufe

9


Hellmut Agde (1909—1940)
Hellmut Agde wurde am 2. September 1909 in Halle a. S. geboren. Er promo-
vierte 1929 in Halle und blieb dort bis 1935. Über Schwerin und Königsberg
kam er 1936 nach Freiburg.
Es war Professor Kraft nach langen Verhandlungen gelungen, vom Landes-
denkmalamt Karlsruhe, Abteilung für Ur- und Frühgeschichte, endlich 1936
einen Mitarbeiter für die Außenstelle Freiburg zu erhalten. Dieser Posten
wurde Hellmut Agde übertragen, so daß mit ihm zum ersten Mal ein Assistent
am damaligen Museum für Urgeschichte Freiburg tätig war. Agde hat an dem
Umzug aus dem Geologischen Institut, Hebelstraße 40, in die neuen Räume im
Adelhauser Kloster mitgewirkt und mit der Anlage der Ortsakten begonnen.
Nur etwa ein Jahr lang blieb Agde in Freiburg. Da ihm Landschaft und Men-
schen neu waren und wohl auch innerlich fremd blieben, fühlte er sich in seinen
wissenschaftlichen Arbeiten auch weiterhin den Problemen Mittel- und Ost-
deutschlands verhaftet. Dennoch bewahrte er nach seiner 1937 erfolgten Be-
rufung als Dozent an die Hochschule für Lehrerbildung in Lauenburg/Pommern
Freiburg die Treue: Er erwarb hier 1939 den Dr. phil. habil.
Gleich zu Kriegsbeginn wurde er eingezogen. Schon am 12. Mai 1940 fiel er bei
St. Nicolas. In Freiburg wird sein Name stets mit dem Aufbau der Ortsakten
und der Neueinrichtung des Museums dankbar verbunden bleiben.
Freiburg Elisabeth Schmid
 
Annotationen