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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0016

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Heinz Behaghel (1910—1943)
Am 11. September 1943 starb Dr. phil. Heinz Behaghel in einem Warschauer
Lazarett an den Folgen einer im Osten erlittenen schweren Verwundung, drei
Tage nach Vollendung seines 33. Lebensjahres. Mit ihm wurde dem Landesamt
für Ur- und Frühgeschichte sowie dem Kurpfälzischen Museum der Stadt Hei-
delberg ein strebsamer, gerade eben mit seinem Aufgabenbereich vertraut ge-
wordener Mitarbeiter entrissen.
1910 in Siegen in Westfalen geboren, hatte ihn seine Aufgeschlossenheit für
vorgeschichtliche und mittelalterliche Bodendenkmäler und Funde des Siegener
Landes schon als Schüler mit der archäologischen Geländeforschung in Ver-
bindung gebracht. Daher widmete er sich nach bestandener Reifeprüfung dem
Studium der Vorgeschichte, der klassischen Archäologie und Geologie in Frei-
burg i. Br., Kiel, Hamburg, Breslau und Marburg. Am 15. 2. 1939 legte er in
Marburg als Schüler Prof. v. Merharts das Doktorexamen ab mit einer Arbeit
über „Die Eisenzeit im Raume des rechtsrheinischen Schiefergebirges“ (Wies-
baden 1943, 164 S., 45 Taf., 8 Karten). Die Geschichte der vorzeitlichen Eisen-
gewinnung hat ihn — angeregt durch die im Siegener Land getriebene Spezial-
forschung — unmittelbar nach Abschluß des Studiums zur Durchführung einer
Ausgrabung am eisenzeitlichen Ringwall nach Kelheim geführt, wo das Vor-
kommen vorgeschichtlicher Eisenverhüttung nachgewiesen war (Germania 23,
1939, 228).
 
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