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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0111

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Ein fränkisches Triens aus Rheinsheim

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heim bei Kitzingen (Werner, M 64) und der aus Waldbillig in Luxemburg. Es
können daraus jedoch keine weiteren Beziehungen abgeleitet werden. Häufiger
sind dagegen die auf die Namen des Anastasius und des Justinian gemünzten
Trienten. Unter den von Werner (a. a. O.) verzeichneten Münzen seien hier die
goldüberzogene Bronzemünze vom Victoriatypus aufgeführt, die in Bruchsal ge-
funden wurde und wohl vandalischer Herkunft ist8 * 10 11), ferner die fränkischen
Trienten aus der Straßburger Gegend, insbesondere der aus Olwisheim °),
sowie die Trientenfunde aus Landau und aus Worms la). Von württembergischen
Funden der frühen Merowingerzeit nennen wir die sechs Justiniankopien der
Herbrechtinger Halskette u) und einen Triens aus Burladingen 12), um damit den
Kreis der Betrachtung zu schließen.
Karlsruhe Friedrich Wielandt
Nachtrag:
■Weitere Neufunde von Merovingertrienten in Rheinsheim aus den Münzstätten Cha-
lon-sur-Saone und Verdun s. Schweiz. Münzbl. 2, 1951, 8 ff.

Die Alamannengräber von Freiburg, Stadtteil St. Georgen*)
Ein Beitrag zur Datierung der alamannischen
-hau sen-Orte.
Die urgeschichtliche Besiedlung von Freiburg,
StadtteilSt. Georgen:
Die Gemarkung von St. Georgen im Breisgau — seit 1939 in das Stadtgebiet
von Freiburg i. Br. eingemeindet — umfaßte mehrere Orte, deren älteste Sied-
lungskerne heute noch in der Gemarkungskarte erkennbar sind (Abb. 11). An
der Landstraße Freiburg—Basel liegt der alte Kirchort um die St. Georgskirche
(ursprünglich Hartkirche genannt). Dieser gab der Gesamtgemeinde den Namen.
Ferner liegt an der Landstraße Steinwenden, eine Straßensiedlung aus neuerer
Zeit. Unterhalb davon, am Dorfbach, liegen die Orte Wendlingen und Uff-
hausen. Die beiden letzteren Orte sind im besseren Teil der Gemarkung an-
gelegt; guter Ackerboden, Wiesen und Weinberge schließen sich dicht um die
ältesten Siedlungskerne von Wendlingen und Uffhausen mit ihren breiten-
Breisgauer Bauernhöfen, während auf dem höheren Gelände bei der Land-
straße schlechterer Boden aus Schwarzwaldschotter vorherrscht.

8) J. Werner a. a. O., M 33.
9) J. Werner a. a. O., M 40 und M 54, letzterer von R. Forrer, Anz. f. Elsäss. Alter-
tumskde. 18, 1927, 80 (Abb.) fälschlich dem Anastasius zugeschrieben.
10) J. Werner a. a. O., M 49 und M 48. Erwähnt sei auch eine Halbsiligua Justinians
aus Mengen, Ldkrs. Freiburg (Germania 23, 1939, 14; Bad. Fundber. 14, 1938, 26).
11) J. Werner a. a. O., M 36 a—f.
1-) Fundber. Schwaben NF. 5, 1928-—1930, 141.
*) Das nachgelassene Manuskript wurde von Fr. Garscha, Karlsruhe, druckfertig;
gemacht, der Grabungsbericht umgearbeitet und ergänzt.
 
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