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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0040

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A. Stroh


Abb. 5. Obergrombach (Bruchsal). 1. Abfallstellen 15—27. —
2. 3. Abfallstellen 10—15.— 4.—8. Abfallstellen. — 9. Hüttenstelle I.
Maßstab 1 : 3
Der Ton ist schwarz bis schwarzbraun, dunkel graubraun, gelegentlich braun,
manchmal fleckig von hellbraun bis schwarz. Die Oberfläche ist meist matt.
In einigen Fällen hat sich ein schwacher Glanz erhalten. Der Scherben
Taf. 5, 26 hat auf seiner Innenseite, durch einen angekohlten, schwarzen Belag
geschützt, noch den vollen ursprünglichen Glanz. Manchmal sind die Glätt-
striche von der Politur der Oberfläche zu erkennen. Reste der weißen In-
krustation haben sich auf einigen Scherben erhalten (Taf. 5, 20; 6, 17).
1. Das Bauchknickgefäß (Taf. 4; 5, 1. 2. 4; 6, 1—15. 17. 19) hat meist
einen weichen, seltener einen scharfen Umbruch, rundbodiges Unterteil und
einziehendes Oberteil, das entweder gleichmäßig konisch ist, oder gegen den
Rand sich bis zur Senkrechten aufrichtet. Nie ist auch nur eine geringe An-
deutung der schmalen, aber kräftig ausladenden Randpartie der Bauchknick-
gefäße der südwestdeutschen Stichkeramik zu verspüren. Auf dem Umbruch
sitzen Knubben oder bei größeren Gefäßen Ösenhenkel mit waagrechter Durch-
bohrung.
2. Der Häufigkeit nach folgt die Schale (Taf. 5, 3. 5. 6. 9—28). Ihre Form ist
eine einfache Kugelkalotte. Die Wandung bildet mit der Mündungsebene einen
spitzen Winkel.
3. Die Schüssel (Taf. 5, 29) unterscheidet sich von der Schale durch die
größere Kalottenhöhe. Die Trennung von der Schale ist eine willkürliche. Der
Winkel zwischen Wandung und Mündungsebene nähert sich stark einem
rechten. Die Schüssel besitzt kräftige Ösenhenkel.
4. Noch mehrfach vertreten ist ein Fußgefäß (Taf. 6, 24—26. 29. 30) mit
schwach gebogenem, kelchförmigen Oberteil und hohem, weit ausladenden
Hohlfuß.
5. In wenigen Stücken belegt ist ein steilwandiges bis ganz zylindrisches
Gefäß (Taf. 6, 18. 21. 23) mit starken Ösenhenkeln knapp unter dem Rand.
Für die Gestaltung des Bodens liegen keine Anhaltspunkte vor.
 
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