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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0115

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Die Alamannengräber von Freiburg

in

in die Grube eingebrochen sind. Grabsohle in 0,65 m T. — Bestattung schlecht er-
halten. — Ohne Beigaben.
Grab 6: Steinkammer (1,65 : 0,9 m außen, 1,15 : 0,5 m innen, H. 0,3—0,35 m), Grab-
sohle in 0,55 m T. mit je einem Riegel aus kleinen Platten in Kopf- und Fußgegend.
—• Kinder-Skelett, fast verwittert. —• Beigabe: ein unbestimmbarer Eisenrest
am rechten Fuß.
Grab 7: Grabgrube nicht erkennbar, Grabsohle in 0,4 m T. — Skelett schlecht er-
halten. —■ Ohne Beigaben.
Grab 8: Steinkammer (2,35 : 1,2 m außen) mit großen Steinplatten abgedeckt, west-
liche Hälfte gestört, darauf Reste eines Schädels. Grabsohle in 0,75 m T. — Be-
stattung ungestört, gut erhalten. —■ Ohne Beigaben.
Grab 9: Grabgrube nicht erkennbar, Grabsohle in 0,3 m T. ■—• Bestattung schlecht
erhalten. — Ohne Beigaben.
Gr ab 10: Steinkammer (2,65:1,2 m außen, 2,1:0,6m innen), Grabsohle in 0,3m T.
— Frau, Skelett schlecht erhalten. —• Beigaben: 1. Bronzeohrring (Dm. 3 cm)
an der rechten Schulter (Taf. 26, k). — 2. Bronzegürtelschnalle (L. 1,8; Br. 2,9 cm)
mit einfachem Dorn bei 1. (Taf. 26, g). — 3. Eisenrest (Messer ?) am linken Ober-
schenkel.
Grab 11: Gestörte Steinkammer (1,8:1,05 m außen, 1,2:0,55 m innen), Grabsohle
in 0,2 m T. mit einer großen Steinplatte am Westende. — Kinder-Skelett, fast ganz
verwittert. — Ohne Beigaben.
Grab 12: Teile einer gestörten Steinkammer aus wenigen großen Platten, nur die
unterste Lage erhalten. In 0,2 m T. auf der Grabsohle am Kopfende eine große und
eine kleine Steinplatte als Querriegel. — Frau, Skelett mäßig erhalten. —• Bei-
gabe: Bronzeohrrring (Dm. 4,2 cm) mit Hakenöse (Taf. 26, e) an der rechten
Schulter.
Grab X: (Nicht im Plan eingezeichnet, nach Grabungsbericht neuzeitliche Bestat-
tung mit Blick nach Westen). Grabgrube nicht erkennbar, Grabsohle in 0,4 m T. —•
Skelett gestreckt, teilweise gestört, sehr gut erhalten. —- Ohne Beigaben.
II. Gräberfeld' am Hüttweg (Plan Abb. 11 und Taf. 23):
Grab 1: Schachtgrab (2,9 :1,5 m) mit zwei großen, unregelmäßigen Kalksteinplatten
abgedeckt, am westlichen Grubenrand eine Steinplatte senkrecht stehend, Grabsohle
in 1,25 m T. Am nördlichen Grubenrand in 1,2 m T. Holzkohlenreste. —• Bestattung
an der südlichen Grubenwand längs einer 0,4 m hohen Einfüllung mit unebener
Oberfläche, gestreckt, Hände über dem Becken zusammengelegt, mäßig erhalten. —
Ohne Beigaben.
Grab 2: Zweimal belegte Steinkammer (2,6 :1,3 m außen, 2 : 0,8 m innen, H. 0,6 m)
aus Kalksteinplatten; innen an den Wänden Verkleidung aus senkrecht stehenden
dünnen Platten. Grabsohle in 1 m T. •— Hauptbestattung: Frau, Skelett
mäßig erhalten, in 0,9 m T., in der Mitte der Grabgrube. — Beigaben: 1. Perlen-
halskette (Taf. 26, a) aus ca. 80 Glasperlen in Halsgegend zerstreut. — 2. Zwei
Ohrringe aus gedrehtem Silberdraht mit Hohlkugelanhängern, nur in Resten er-
halten, beiderseits vom Kopf. —• 3. Bronzeblecharmreif (Dm. 7,8 : 6 cm; Br. 1,8 cm)
mit randsäumenden Punktreihen und Kreisstempelmuster verziert, eingerollten En-
den und eisernem Verschlußstift (Taf. 25, a. i.) am linken Oberschenkel. — 4. Eisen-
messer, schlecht erhalten, neben 3. — 5. Eisenschere, schlecht erhalten, neben 4. —
6. Mehrere Bronzenieten quer über linkem Oberschenkel. — 7. Zwei verzierte
Bronzeriemenzungen (L. 11,4; Br. 2,5 cm) mit quadratischen Gegenbeschlägen (2,4
und 2,2 cm) am linken bzw. zwischen beiden Unterschenkeln (Taf. 25, m. n). —
8. Bronzeriemenzunge (L. 4,5; Br. 1,2 cm) in Fußgegend (Taf. 25, f). — 9. Zwei
Bronzeriemenzungen (L. 7,2 und noch 3,3; Br. 1,6 cm) in Knöchelgegend (Taf. 25, g. h).
■—• 10. Bronzeriemenzunge (L. 17; Br. 2,6 cm) auf linkem Knie (Taf. 25, o). —■ N a c h -
bestattung: Kind, schlecht erhalten, 0,3 m über der Hauptbestattung in der
SO-Ecke der Grabkammer auf einer Lage von kleinen Kalkplatten. — Ohne Bei-
gaben.
Grab 3: Steinkammer, durch Bauarbeiten zerstört. Grabsohle in 1 m T., vom Ske-
lett nichts mehr vorhanden.
Grab 4: Zweimal belegte Steinkammer (2,3 :1,1 m außen, H. 0,5 m), Trockenmauern
aus dünnen Platten, innen mit dünnen Steinplatten verkleidet, am Kopfende eine
große Platte senkrecht stehend, Abdeckung aus mehreren großen Platten. Grabsohle
 
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