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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0193

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Tätigkeitsberichte 1948—1950

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licherweise die Denkmalpflege nahezu wieder in Vorkriegsverhältnissen arbei-
ten, da auch die Fundakten, die Fundstellenkartei und das Karten- und Plan-
archiv in vollem Umfang benutzbar waren. Nur für den technischen Betrieb,
also für Werkstätten, Labor und Fundmagazin, stehen zunächst nur beschei-
dene Räumlichkeiten zur Verfügung, so daß die Werkstättenfrage mit der-
jenigen des Landesmuseums gelöst werden muß. Auch die Photowerkstätten
und die Bibliothek, die von jeher dem Landesmuseum gehörten, werden wei-
terhin vom Landesdenkmalamt mitbenutzt.
Personelles:
Nachdem der am 1. April 1938 ernannte Oberpfleger für die Ur- und Früh-
geschichte Nordbadens Dr. A. Dauber 1947 zurückkehrte und zunächst dem
Badischen Landesmuseum zugeteilt wurde, schien es zugleich beim Wieder-
aufbau des Landesmuseums geboten, die durch die labilen Verhältnisse der
Nachkriegsjahre bedingte Zusammenlegung der denkmalpflegerischen und mu-
sealen Funktionen dergestalt neu zu ordnen, daß ein Personalaustausch zwischen
Landesdenkmalamt und Landesmuseum vorgenommen wurde. Mit Wirkung
vom 1. Mai 1950 wurden Dr. A. Dauber als Leiter der Abteilung Ur- und Früh-
geschichte zum Landesdenkmalamt und Dr. Fr. Garscha in seiner bisherigen
Eigenschaft als Konservator an das Bad. Landesmuseum versetzt.
Pfleger und Mitarbeiter:
Der Wiederaufbau des nordbadischen Pfleger- und Mitarbeiternetzes konnte seit
1947 stetig gefördert werden und hat jetzt einen gewissen Abschluß erreicht.
Neu besetzt wurden die Pflegerstellen der Landkreise Heidelberg (Studienrat
K. Reiser); Mannheim (Hauptlehrer i. R. F. Gember), dessen Nordteil um Wein-
heim abgetrennt wurde (Mitarbeiter Studienrat O. Leutz); Pforzheim (Verwal-
tungsoberinspektor H. Wahl); Sinsheim (Studienrat H. Teichert) und Tauber-'
bischofsheim (Studienrat H. Stang). Der Landkreis Bruchsal wurde entlang der
Bahnlinie in eine Ost- (Hauptlehrer W. Bauer) und Westhälfte (K. Fr. Plor-
muth) aufgeteilt.
Ein im Frühjahr 1949 geschaffenes und in großer Auflage verbreitetes Merk-
blatt zum Schutze der ur- und frühgeschichtlichen Denkmäler und Funde hat
bei der V/iederingangsetzung der Bodendenkmalpflege und besonders hinsicht-
lich der Meldung von Neufunden wertvolle Dienste geleistet und die Pfleger
und Mitarbeiter bei ihrer Aufklärungsarbeit im Lande unterstützt.
Im November 1949 konnte der erste nordbadische Pfleger- und Mitarbeiterkurs
nach dem Kriege in Tauberbischofsheim abgehalten werden (vgl. hierzu „Kleine
Mitteilungen“).
Die Ausgrabungstätigkeit hat abgesehen von Rheinsheim erst im
Sommer 1949 in größerem Umfang eingesetzt. Neben einer Reihe normaler
Fundbergungen müssen folgende, planmäßige Bergungen und Ausgrabungen
genannt werden. Ihr Beginn ist in den meisten Fällen durch das Wiederauf-
leben der Bautätigkeit nach der Währungsreform und die hierdurch bedingte
Baustoffgewinnung veranlaßt.
Rheinsheim (Bruchsal). Am 4. Mai 1948 begann die Wiederaufnahme der
planmäßigen Untersuchungen im fränkischen Friedhof durch Mitarbeiter K. Fr.
Hormuth. Bis zum Herbst 1950 wurden im Anschluß an die vor dem Kriege
 
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