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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0195

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Tätigkeitsberichte 1948—1950

191

Stellung einer größeren Latenesiedlung im Südwestteil der Bergkuppe, un-
mittelbar bei der Kapelle.
2. „Hochstatt“. Auf einer Geländestufe südlich des Grombachtals wurden im
Herbst 1950 im Anschluß an einen Wasserleitungsbau drei Gräber eines kleinen
Friedhofes der Frühlatenezeit (B) untersucht.
Museumswesen:
Um die Arbeit in den Heimatmuseen Nordbadens zu fördern, ihren Bestand zu
sichern und den Aufbau und Ausbau in sinnvoller Weise zu gewährleisten, hat
der Präsident des Landesbezirks Baden, Abt. Kultus und Unterricht, „Richt-
linien für die Heimatmuseen im Landesbezirk Baden“ (Amtsblatt des Landes-
bezirks Baden vom 22. Dezember 1949, Nr. 26) herausgegeben. Die Kultusver-
waltung überträgt darin erneut die Betreuung der Heimatmuseen Nordbadens
dem Landesdenkmalamt Karlsruhe, welches in Zusammenarbeit mit dem Bad.
Landesmuseum, den Landessammlungen für Naturkunde, der Staatlichen
Kunsthalle, dem Generallandesarchiv oder Instituten der Landeshochschulen
die Bestrebungen der bestehenden Museen fördern soll. Die Richtlinien um-
reißen die Aufgaben der Museen, ihre Sammeltätigkeit, die Sicherung der Exi-
stenz durch Unterstellung oder Beteiligung einer Körperschaft des öffentlichen
Rechts, die Frage der gesicherten Unterbringung, der Leitung (Vorstand und
Museumsrat) und die Frage der Führung eines Bestandsverzeichnisses. Das Lan-
desdenkmalamt übernimmt damit erneut die schon in den Jahren 1937—1939
seinerzeit durch Professor Dr. H. Rott wahrgenommene Beratung bei der Neu-
ordnung der Heimatmuseen.
Unter den nordbadischen Heimatmuseen hat dasjenige von Ettlingen (Dr.
Bran) im Herbst 1947 als erstes seine Pforten wieder geöffnet. Ihm folgten bald
die Sammlungen von Buchen und Tauberbischofsheim. Neuaufstellungen er-
folgten im Herbst 1948 in Weinheim und im Sommer 1949 in Mosbach. Das
Heimatmuseum von Weinheim hat unter der Leitung von Professor Fresin und
seinen Mitarbeitern im alten Deutschordenshaus eine auf lange Zeit hinaus aus-
reichende und vorbildliche Neuordnung und Neuaufstellung erfahren; die ur-
und frühgeschichtliche Abteilung konnte zunächst nur wenig verändert, soll
jedoch später überholt werden. Im Heimatmuseum Mosbach (Leiter Berufs-
schullehrer W. Palm) nimmt die Ur- und Frühgeschichte gegenüber dem ein-
drucksvollen Bestand vor allem an Mosbacher und verwandten Fayencen nur
einen geringen Raum ein. — Seit Beginn des Jahres 1950 hat auch die Stadt
Pforzheim mit dem Wiederaufbau ihres ehemaligen Reuchlinmuseums begon-
nen und den Ausbau des Archivturmes so weit gefördert, daß 1951 das Lapi-
darium, die ur- und frühgeschichtliche Abteilung und ein stadtgeschichtlicher
Raum eröffnet werden können. — Dem Wiederaufbau des Kraichgaumuseums
in Bruchsal stehen zunächst Eaumschwierigkeiten im Wege, doch hat hier die
Sammeltätigkeit durch Professor Wiedemann, Hauptlehrer W. Bauer und K. Fr.
Hormuth bereits einen ansehnlichen Grundstock geschaffen.
Die vorgeschichtliche Abteilung der Städtischen Museen Mannheim hat vor
kurzem mit der Freilegung der noch unter dem Bauschutt liegenden Bestände
begonnen. -— Da hier auch alle Fundakten verloren gingen, hat das Landes-
denkmalamt, Abt. Ur- und Frühgeschichte, in der Berichtszeit durch Haupt-
lehrer i. R. F. Gember den wertvollen Bestand an Fundberichten über die Neu-
 
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