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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0207

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Fundschau 1944—1948: Feuersteingeräte

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stein gefunden. Von der gleichen Stelle stammt ein 7 cm langes und 5,2 cm
breites Granitbruchstück eines Mahlsteinläufers, ferner ein 8,3 cm langes wal-
zenförmiges Steinbeil aus grünlichem Gabbro und ein flachrechteckiger Schuh-
leistenkeil mit abgebrochenem Nacken, erhaltene L. 6,3 cm. Es handelt sich
offenbar um eine jungsteinzeitliche Siedlungsstelle.
3. „Sportplatz“.
Beim Abgehen des zu Kleingärten umgewandelten Sportplatzgeländes fanden
sich im August 1946 mehrere Kratzer, Klingen und Nuclei aus Dinkelberghorn-
stein und gebändertem Jaspis.
4. „Wyhler“.
Inmitten des Wyhler Feldes wurden im April 1948 bei Punkt 335, 2 des Mtbl.
mehrere Feuersteingeräte gefunden, unter ihnen eine blattförmige Spitze aus
grauem, gebänderten Dinkelberghornstein, ein kleines bogenförmiges bearbei-
tetes Reststück aus Chalcedon, ein Klingenabspliß aus Isteiner Jaspis sowie
mehrere Nuclei aus Hornstein und Chalcedon des Dinkelberges (Bad. Fundber.
17, 1941—1947, 65).
5. Ortsteil Günnenbach „Haselhalde“.
Im April 1948 wurde bei einer Geländebegehung am Günnenbach eine Acker-
terrasse dicht über der steil zum Haselbach abfallenden „Haselhalde“ abge-
sucht. Dabei fanden sich außer einem Abspliß mehrere Nuclei und eine kleine
querschneidige Pfeilspitze mit trapezoidem Umriß. Das Material ist einheitlich
grauer Dinkelberghornstein.
Mtbl. 166 Säckingen. — Verbleib: Heimatmuseum Säckingen. (Em. Gersbach)
Rauental (Rastatt) „Hinter dem Friedhof“.
Im März 1948 wurden auf verschiedenen Äckern hinter dem Friedhof mehrfach
bearbeitete Hornsteine z. T. mesolithischen Charakters gefunden. Die Fund-
stelle liegt am Rande einer kleiner Erhebung.
Mtbl. 61 Rastatt. — Verbleib: Stadtgeschichtl. Slg. Baden-Baden. (Braun)
Säckingen
1. „Buchbrunnen-Sandäcker“.
1946 wurden wiederum folgende Oberflächenfunde geborgen: fünf Pfeilspitzen,
darunter zwei mit eingezogener Basis, vier Flügelbohrer, sowie sonstige Arte-
fakte und Nuclei. Das Material besteht aus gelbem Jura-Hornstein, weißem
Malm- und rotem Bohnerzjaspis und gebändertem Dinkelberghornstein.
Im Januar 1947 wurden beim Absuchen der Äcker im Bereich der Buchbrunnen-
siedlung erneut zahlreiche Feuersteinartefakte gefunden, darunter drei längs-
schneidige geometrische Spitzen aus gelbem Jaspis, eine querschneidige
geometrische Spitze aus grauem Dinkelberghornstein, vier Stirnkratzer von
dreieckigem Querschnitt aus verschiedenfarbigem Jaspis und Hornstein, zwei
dreieckige, dachartig zugeschlagene, mikrolithische Mittelstichel aus Jaspis,
zahlreiche Klingen, meist aus weißlichem Jaspis, eine aus Dinkelberghornstein
und eine größere Anzahl Nuclei aus Chalcedon, Jaspis und gebändertem Horn-
stein (Fundber. 17, 1941—1947, 66).
2. „Galgenberg“.
Im Dezember 1948 wurden bei einer Begehung der Steinzeitsiedlung neben an-
derem Silexgerät eine ausgezeichnet erhaltene Säge aus gelbem Jurahornstein
 
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