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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0235

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Fundschau 1944—1948: Urnenfelderzeit

231


Abb. 21. Gemmingen (Sinsheim). Skelettgrab der älteren Urnenfelderkultur.
Landesmuseum Karlsruhe. — Maßstab: Keramik 1 :4, Bronzen 1 : 2
Soweit das Grabinventar von den Arbeitern geborgen wurde, besteht es aus
folgenden Gegenständen (Abb. 21, 1—5):
1. Scherben eines großen Zylinderhalsgefäßes mit abgewinkeltem Rand. Um
die Schulter laufen zwei Riefen, Boden fehlt. Der Ton ist im Bruch grau, außen
schwarz geschmaucht, poliert und geglättet. H. etwa 24—25 cm (Abb. 21, 5).
2. Doppelkonischer Spitzbecher mit Schrägrand und abgekantetem Bauchknick.
Außer kleinen Absplitterungen am Rande unversehrt. Schwarz geschmaucht,
sorgfältig geglättet und poliert. H. 7,5 cm (Abb. 21, 2).
3. Kleiner Scherben eines Tongefäßes (Schale?) mit mindestens drei je 4 mm
breiten, umlaufenden Riefen auf der Oberseite des abgewinkelten Randes. Ton
im Bruch rötlich, außen geschmaucht und geglättet.
4. Einschneidiges Bronzemesser mit Griffdorn. Rücken leicht gebogen, Schneide
gerade, Spitze fehlt (neuer Bruch). Durch das flachgehämmerte Ende des sonst
runden Griffdorns ist ein nahezu quadratisches Loch gestanzt, in welchem ein
vierkantiger, 11 mm langer Niet steckt. Gesamtlänge noch 15,1 cm. Länge des
Griffdorns 4,2 cm (Abb. 21, 1).
5. Zweischneidiges Rasiermesser aus Bronze. Erhalten ist nur das Mittelstück
der Klinge mit einem Teil des Griffes (Abb. 21, 4).
 
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