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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0287

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Fundschau 1944—1948: Aiamannisch-fränkische Zelt

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Biädiheim (Stockach) „Ulrichswinkel“.
Im November 1946 wurden beim Bau der Wasserleitung zum Neubau des An-
wesens des Arztes Dr. Wintermantel zwischen Kiesgrubenweg und der Straße
zum Donautal (Seheuerlehof) westlich von Buchheim drei nebeneinander-
liegende Gräber angeschnitten und zerstört. Die Funde wurden zunächst von
Dr. Wintermantel sichergestellt. Die Gräber lagen zwischen 0,8 und 1,4 m
Tiefe.
Grab 1: Männergrab, daraus Sax, 64 cm lang, 2,5 cm breit, Griffdorn 20,5 cm
lang.
Grab 2: Frauengrab, daraus 1. Eisenmesser, 20,5 cm lang, 2,5 cm breit. —
2. Eisenschnalle, 3,5 cm lang, 2,8 cm breit. — 3. Einfache, durchbrochene
Bronzezierscheibe, Dm. 7 cm. — 4. Bronzering, Dm. 2 cm. — 5. Bronzeriemen-
zunge mit Niet, 2 cm lang, 1 cm breit.
Grab 3: keine Beigaben.
Zwei weitere, kleine Zierscheiben aus dem Frauengrab gingen verloren. Damit
ist auf Buchheimer Gemarkung ein zweites alamannisches Gräberfeld gefun-
den. Das erste liegt südlich vom Ort in der Flur „Bannäcker“ (Bad. Fundber.
III, 1933—1936, 58).
Mtbl. 112 Buchheim. — Verbleib: MfU. Freiburg. (A. Eckerle)
Ehrenstetten (Freiburg), Ortsetter.
Im September 1948 stieß Schreinermeister Högle beim Ausheben einer Bau-
grube in etwa 1,5 m Tiefe auf drei nebeneinanderliegende, ostwestgerichtete
Skelette, Kopf im Westen. Über den Skeletten sollen Steinplatten gelegen
haben. Beigaben wurden keine beobachtet. Wohl spätalamannisch. Die Fund-
umstände konnten nur aus den Aussagen Högles entnommen werden, die
Skelette und die Gräber waren völlig zerstört.
Mtbl. 116 Ehrenstetten. (A. Eckerle)
Ettenheim (Emmendingen), Ortsetter,
s. u. Herbolzheim.
Grißheim (Müllheim), Ortsetter.
Im September 1946 meldete A. Gutzweiler, daß beim Ausheben einer Kalk-
grube auf der Hofraite des Bauern Hermann Gratwohl zwei Erdgräber ange-
schnitten und zerstört wurden. Die Skeletteile und zwei dabei gefundene Lan-
zenspitzen wurden weggeworfen. Die beiden Gräber schließen dicht östlich an
Grab 14 des in Bad. Fundber. 17, 1941—1947, 342 ff. bekanntgegebenen Ala-
mannenfriedhofes an.
Mtbl. 127 Müllheim. (Gutzweiler, Gerbig)
Herbolzheim (Emmendingen).
Einzelfund von 1940, Fundmeldung fehlt. Bronzener Ohrring (Abb. 35, 2),
äußerer Dm. 5,1 cm, Dicke 0,3 cm. Das eine Drahtende ist leicht gerippt und
am Abschluß flach gehämmert und durchbohrt (heute z. T. ausgebrochen) zur
Aufnahme des anderen Drahtendes. Dieses ist abgebrochen und verloren.
Bei dieser Gelegenheit wird der gleichartige, bronzene Drahtohrring aus einem
Alamannengrab von Ettenheim (Ldkrs. Lahr), vgl. Bad. Fundber. III, 1933—•
1936, 173) abgebildet (Abb. 35, 1). Das Stück ist stark verbogen, rekonstruierter
 
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