Die Wacht im Osten: Feldzeitung der Armee-Abteilung Scheffer — 1916 (Januar - Dezember)

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Unterstands

schnvrr

Kinder peht l Zck bm doch keen Uboot.

krlegsbe-
erzcihlte
«ibu

anscheinend dauemd untangNch ist, zur Nachmusterung. Nach kurzer I
suchung sagt der Arzt dem gespannt lauschenden Schwergewichtler: „Da ist
nichts zu mochen, d. u.1" Der Mann hatte offenbar nicht verstanden und
schon flüsterte chm seinHtntermann zu: „Deutsches Unterseeboot."
„Um Gottes wtllen, Herr Doktor, ba» hatte ich nicht aus, ich habe aus
dem Land« schon Atemnot, dann lieber Bahnwache schieben." Dieser
offenherzige Wunsch konnte chm dann «rfüllt werden: er begriff aber
nicht, worum chn seine Freund« nechher auslachten.

Als Beffpiel dafiir, datz es
aber immer no '
aeistette MSnner
ber etwas zur llbettreibung
neigende Doktor folgendes:

„Kurzlich kam einMann, dem
man auf den «rsten Blick nicht
ansah, dah er verwachsen war
und meldete fich pun Front-
dienst. Auf des Arztes Hin-
weis, datz er doch einen Buckel
habe, erklärte er optimistisch:
„Ach, Herr Dottor, eine Gra-
nate, dann ist der futsch!"
Atta Pflugfelder.

Eine grötzere Stahlfirma hat
einen Arbetter, der bei meiner
Kompagnie steht, reklamiett.
Nachdem alles Formelle er-
ledigt ift und der brave Kame-
rod in vte Heimat dampfen loll
srage ich ibn so ganz beiläufig:
„Nun, Lange, tn was arbetten
fie denn?" Daraus Kamerad

blauer Bluse, Herr FeldwebeL"
M. A. Brandenburg.
Feldw.

Bom Heimatrurlaub pirück
mtt den paar Kleiniglietteu,
die ihm Nachbar« Hanne
fur ihren Wilhelm mttgab.

chnvrren.

Als ich in Uttaub war,
kam tch auch etnes Abends
am Stammtisch mtt unse-
rem allen Hausarzt zu-
sammen, derietzt die N a ch-
mufterungen in meiner
Hrimatsstadt vorntmmt;
es sind hauptsachlich Re-
Uamanten und Lieferan-
ten, mtt denen er stch zu
belchöstigen bat, wobei sich
allettei Zwffcheniälle «r-
eignen, die er dann in
seiner hetteren Att am
Etammttsch zum brsten
gab.

Ein Mann bekundct
seine Eliedersteifhett da-
durch, dah er sagt: ,Mtt
dem rechten Arm kann ich
nichts anfangen, noch nicht
einmal Kragen «nd
Schlips umbinden,
Herr Dottor!" „Na," er-
widette der Arzt, „d as
haben Sie als Soldat
auch gar nicht nötig;
versuchen Sie es mal bei
der Znfantette, da wer-
den Sie wieder gesund
und aelenkig."

Besonderes Jnteresse
hegt dieser Arzt siir die
„d. u." („Damen-Unter-
haller", wie er sie neckisch
nannte). ZLngst kam nun
' hr dicker Witt, der

«in sehr
Unter-

„So hilf dvch, Alenschl Du fiehst doch, dah ich auf eine
russische Landstrahe geraten bin."

„Fck desinne mir dloß, ob unser stoher Dichter Dir schon
im Auge hatte, alr er sagte: Zeftjemauett in der Lrden....?"

EilbenrStsel für Eruppe Nowogrodek.

Tausche das Silbenpaar eines der deutschen Ströme «nd fiige
Einen geköpften Fluh, drunten im Süden Tirols
An sein Ende, und fieh . Es entstehet ein litauisch Flühlein,

Das an den Ufern umkäumt Drahtverhau, Eraben, Eeschütz.

Gleichstlangrätsel.

Mt a liegt unterm Schnee versteckt,

War Zeldmehkünstler ausgeheckt;

Mit e ift's ftets dein Platz gewele»,

Wenu du ihn kehttest mit dem Besen —
Doch setzeft du ein h hineia,

Wie gern würdft du am Wotte seio l

Bedeutungrräffel.

Der Schächer ift's, der auf Salgen und Rad'
Seine Wffetaten gcsühntt hat.

Die Kompagaie ist'r — und e« geht
Dem schlecht, der nicht in der Linie ftrht.

Wer's gut mit dem Baterlande meint,

Dessen Auge ist'r rmverwandt auf den Ieind.


,Di« Wacht im Osten" umsoht 1) ein Tageblatt, 2) ein« halbwöchentkiche Bttlag« „Das Lebeir im Bild" (beides nur für di« Truppen) und diest Wochenbrilage
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