Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Forschungen in Ephesos (Band 1): Forschungen in Ephesos — 1906

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lehnte Annahme erklären, daß das Metall des ephesischen Kopfes im Feuer Erweichungen
erlitten hätte, wovon an den übrigen Fragmenten nichts zu bemerken war. Wie ein Wunder
erschiene es, wenn sich das ganze Gesichtsprofil in dem vorausgesetzten Deformationsproceß
so intact erhalten hätte, daß es an seinen eindrücklichen Reizen nicht das geringste ein-
büßte. — An zweiter Stelle steht eine



Fig. 139—141 Marmorstatuette in Boston.

B. Marmorstatuette im Fine arts Museum zu Boston, wohin sie unlängst aus
einer antiken Villenanlage bei Frascati gelangte.1) Aus neun scharf gebrochenen Teilen
lückenlos und ohne Nachhilfen wieder zusammengesetzt, erscheint sie vollständig bis auf
Fingerspitzen der linken Hand und Stücke der von beiden Händen gehaltenen Stlengis.
Der Zustand der Oberflächen wird als fast unversehrt bezeichnet, die Höhe auf 0-715™ mit
Plinthe, auf 0-679™ ohne Plinthe angegeben. Danach ist die Statuette nahezu um das

9 P. Hartwig, Jahreshefte IV 151 ff. Taf. V, VI Fig. 178—185a. Berliner philologische Wochenschrift 1897 Sp. 30 f.
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