Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext

Fig. 2 Die Mündungsebene des Kaystros
vom österreichischen Expeditionshause auf Ajasoluk gegen Westen gesehen.

I Zur Ortskunde und Stadtgeschichte.

"Γδατι θάνατος γην γενέσθ-αι
Heraklit Fragm. 36 Diels,
einer geschichtlichen Bedeutung entsprechend hat Ephesos Reste
hinterlassen, die den räumlich bedeutendsten Ruinenplatz der West-
küste Kleinasiens bilden. Hat man ihn von Smyrna her in dritt-
halbstündiger Bahnfahrt, oder von der südlich nächsten Küstenstadt
Scalanova aus auf der Landstraße in fünfzehn Kilometer Entfernung
erreicht, so ist man überrascht, nicht wie anderwärts auf ein ein-
heitliches Bild zu stoßen. Man tritt vielmehr in ein weites, nirgends
vollständig zu übersehendes Trümmergebiet, das ganz durchwandert sein will, um einen
Begriff von seiner Größe und Gestalt zu geben. Die nächste Vorstellung aber, die es in
der zeitlich bunten Mannigfaltigkeit seiner Bauzeugnisse erweckt, ist die einer Ortsgeschichte
von mehr als zweitausend Jahren.1)


1) E. Guhl, Ephesiaca, Berlin 1843. — E. Curtius, Beiträge
zur Geschichte und Topographie Kleinasiens, Abhandlungen
der k. preußischen Akademie der Wissenschaften 1872 S. 1—34,
mit Erläuterungen der Bauwerke von F. Adler S. 34—44.
E. Curtius, Ephesos, ein Vortrag, Berlin 1874. — G. A. Zimmer-
mann, Ephesos im ersten vorchristlichen Jahrhundert, Leipzig
1874. — J. T. Wood, Discoveries at Ephesus, London 1877. —

Ch. Th. Newton, Essays on art and archaeology, London
1880 p. 210 ff. — J. Menadier, Qua condicione Ephesii usi sint
inde ab Asia in formam provinciae redacta, Berlin 1880. —
G. Weber, Etüde sur la chorographie d’Ephese, Μουσεΐον καί
βιβλιοθήκη τής Ευαγγελικής σχολής, Smyrna 1884 und Guide du
voyageur ä Ephese, Smyrne 1891. — Paul Monceaux, De
communi Asiae provinciae, Paris 1886· — P. F'oucart, La

Forschungen in Ephesos I.

3
 
Annotationen