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An die Wand stoßen westlich und östlich die hellenistischen Kalksteinfundamente.
Auf dem östlichen Fundamente d in Fig. 193 liegt, doch jetzt nicht mehr in situ, ein Stein
aus weißem Marmor, der von der hellenistischen Türschwelle stammt. Er ist o'54m dick, hat,
wie Fig. 194 zeigt, auf der Oberfläche eine o*iom hohe anschlagartige Erhöhung und an der
Seite verschiedene zum Teil wohl später vorgenommene Einarbeitungen, in die möglicher-
weise der Metallschuh der Türangel eingegriffen hat. Ein anderer, auch zur Tür gehöriger


Stein, Fig. 195, liegt in der Nähe des vorigen, ist wie dieser o'54m dick und hat auf der
Oberfläche eine o’2om breite und o'o8m tiefe Rinne von 2'5om Krümmungsradius, die
ursprünglich mit Metall ausgelegt war und in der das Rad des Türflügels lief. Der Stein
gehörte also zum Fußbodenpflaster der hellenistischen Tempelcella. Ein dritter Stein mit
einer runden Einarbeitung auf der Oberfläche, Fig. 196, ist im Fundament d verbaut. Er
ist nur 0*22m hoch und polygonal geschnitten, ist daher wahrscheinlich ein Pflasterstein
des alten Tempels. Der Radius der Krümmung beträgt auch 2*5om.
In der Mitte der ganzen Tempelanlage liegt die Steinsetzung H, von der Fig. 197
und 198 Grundriß und Ansicht zeigen. Marmorquadern von 0-3im Höhe bildeten hier ein
Rechteck, von dem nur die östliche Seite von 5’94m Länge erhalten, während die west-
lirtip o-änviirl·! ist Die Marmorsteine ruhen auf einem Kalksteinfundament und bilden


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