Paul Graupe <Berlin> [Hrsg.]
Die Bestände der Firmen Galerie van Diemen & Co., GmbH - Altkunst, Antiquitäten, GmbH: beide in Liquidation ; II. (letzter) Teil ; am 26. und 27. April 1935 (Katalog Nr. 142) — Berlin, 1935

Seite: 30
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Peter Paul Rubens

Siegen, Antwerpen, 1577—1640

80 Prinzessin Spinola. Die Dargestellte sitzt in einem roten Polster-
stuhl. Sie trägt ein dunkles, reich verziertes Gewand mit
silbrigen Ärmeln und mit goldenem Mantelfutter. In der rechten
Hand hält sie einen Fächer. Links auf der Lehne des Sessels
ein Papagei. Im Hintergrund Renaissance-Bogenarchitektur.
Leinwand. 227 x137 cm. Goldener Rahmen.

Herkunft: Marquis de la Rochebrousseau; Graf Tiskiewich;
Juliette Beau; Comtesse Rosselli, Paris.

Ausgestellt: Ausstellung „Oude Kunst" im Amsterdamer
Rijksmuseum 1929, Kat.-Nr. 116 (mit Abbildung); Vlämische
Ausstellung Wien 1930, Kat.-Nr. 10; Vlämische Ausstellung
Antwerpen 1930, Nr. 240. Ferner leihweise ausgestellt im
Kaiser-Friedrich-Museum zu Berlin und im Kunsthistorischen
Museum in Wien.

Veröffentlicht von L. Burchard im „Jahrbuch der preußischen
Kunstsammlungen" 1929 S. 319 ff. („Genuesische Frauenbild-
nisse von Rubens").

Gutachten: Bode („... sehr bedeutendes Werk des P.P.Rubens
von vortrefflicher Erhaltung ... das Bild war einige Wochen
im Rubens-Saal unserer Galerie ausgestellt"). 4.2.1928. —
Burchard („.-.. an Umfang und künstlerischem Wert gehört
es zu den wichtigsten Bildnissen, die es von Rubens gibt.
Unter den bisher bekannt gewordenen Bildnissen, die Rubens
in Italien gemalt hat (1600—1609), lassen sich nur das Bildnis
des Herzogs von Lerma und zwei Frauenbildnisse in Kingston
Lacy damit vergleichen. Die hervorragende Stellung, die das
Bild in der Geschichte der Porträtmalerei einnimmt, habe ich
in einem Aufsatz über die ,Genueser Bildnisse von Rubens'
dargelegt."). — Valentiner („... ein sehr bedeutendes Werk
von Rubens ..."). 4. 4. 1928. — Glück („... eins jener reprä-
sentativen Bildnisse genuesischer Aristokratinnen, welche Ru-
bens während seines italienischen Aufenthaltes geschaffen hat
und welche unverkennbar die an Kraft und Größe des Stils
nicht erreichten Vorbilder für die später entstandenen genuesi-
schen Porträte van Dycks gebildet haben").

Tafel 30.

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