Helbig, Wolfgang
Führer durch die öffentlichen Sammlungen klassischer Altertümer in Rom (Band 1): Die vatikanische Skulpturensammlung. Die kapitolinischen und das lateranische Museum — Leipzig, 1891

Seite: 483
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Das lateranische Museum.

Da die auf die Denkmäler dieses Museums bezügliche Litte-
ratur, soweit sie i. J. 1867 vorlag, in dem Kataloge von Benn-
dorf und Schöne » die antiken Bildwerke des lateraiiischen Museums «
(Leipzig 18Ü7) zusammengestellt ist, so verzichte ich darauf die-
selbe unter den einzelnen Nummern anzuführen. Vielmehr ver-
weise ich dafür einfach auf den genannten Katalog, den ich durch
die Abkürzung B. S, p. . . n. . . bezeichne, und citiere ausserdem
nur das, was seit dem Jahre 18G7 hinzugekommen ist. Eine Aus-
nahme von dieser Hegel wird nur gemacht, wenn ein Denkmal in
einem leicht zugänglichen Werke Veröffentlichung gefunden hat.
In diesen Fällen stelle ich, um das Nachschlagen zu erleichtern,
das Citat des betreffenden Werkes au die Spitze der Litteratur-
angabe.

Erstes Zimmer.

In der Mitte dieses Zimmers ist ein Mosaik einge-
mauert, welches zu dem grossen 1824 in den Thermen
des Caraealla entdeckten und gegenwärtig in dem oberen
Stockwerke des lateranischen Palastes aufbewahrten
Mosaiklussboden (n. 699) gehörte. Man sieht darauf
drei stehende Athleten, von denen einer durch die mit
dem Caestus umwundenen Hände als Faustkämpfer kennt-
lich ist. Vgl. n. 699.
11. S. p. 36 d. 55.

616 (S) Relief, die Entführung der Helena.

Vielleicht gefunden in der Villa l'alombara, vormals
in den Appartamenti Borgia des Vatikans.

Paris sitzt in dem Schiffe tmd streckt mit freudiger
Hast beide Arme nach Helena aus, um ihr beim Ein-
stoigen behülflich zu sein. Die Gattin des Menclaos wird
in dem entscheidenden Momente schwankend, ob sie

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