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170

Medizin

Neuburger II, 1, 308 ff. Aegidius, Leibarzt des Königs Philipp August, lebte in
der 2. Hälfte des 12. Jh. Er war es, der „die Salernitaner Medizin nach Paris ver-
pflanzte u. ihre wichtigsten Ergebnisse in anziehender poetischer Form zur Darstellung
brachte“ (Neuburger). Der Liber de Urinis „stellt ein (aus 352 Hexametern
bestehendes) Kompendium der Uroskopie dar .... (u.) blieb bis zum 16. Jh. das
autoritative Handbuch der Uroskopie u. wurde wiederholt kommen-
tiert“. In vorliegender Ausgabe enthält er einen ausführlichen Kommentar vom Autor
selbst. Die Schrift De Pulsibus besteht aus 380 Hexametern. Sie zerfällt in 3 Ab-
schnitte: über die Hauptarten des Pulses, 2 u. 3 über die Untersuchungsmethodik,
über die verschiedenen Varietäten u. deren pathologische Bedeutung.
Die beiden Abhandlungen über Uroskopie von Aegidius u. Leo sind von zahl-
reichen hs. Anmerkungen umgeben, die eine genauere wissenschaftliche Untersuchung
wert wären.
Esteemed, early edition of this classical poem onuroscopy. Gilles de Cor-
beil transplanted Salernitan medicine to Paris and expressed its most important
achievements in a form both attractive and poetical.
392 ALDEROTTI, TADDEO, Florentinus. Expositiones in arduum aphoris-
morum Ipocratis volumen. In divinum pronosticorum Ipocratis librum.
In praeclarum regiminis acutorum Ipocratis opus. In subtilissimum
Joannitii Isagogarum libellum. Joannis Baptiste Nicollini
Salodiensis opera in lucem emisse. Venetiis, Luce Antonii Junta, 1527.
Mit Druckerzeichen in rot auf dem Titel u. hübschen
Holzschnittinitialen. 4 unn., 399 (statt 400) num. u. 2 unn.
Bll. Fol. Schweinslederbd. d. Zeit auf Holzdeckel mit schöner Blind-
pressung u. Schließen. 120.—
Neuburger II, 373 ff. Erste, sehr seltene Ausgabe. Taddeo Alde-
r o 11 i, auch Thaddaeus Florentinus, 1223—1303, „der eigentliche Begründer jener
dialektisch-disputatorischen Behandlungsweise medizinischer Gegenstände, welche die
Bezeichnung „scholastisch“ rechtfertigt, ... ein Mann, an dessen Lehrtätigkeit u. litera-
risches Schaffen der älteste Ruhm der ärztlichen Schule von Bologna geknüpft ist.
Er war es, der mehr als alle anderen der aristotelischen Dialektik die
Pforte zur Heilkunde weit eröffnete u. die aristotelische Physiologie zur
Hauptgrundlage der medizinischen Theorie machte“ (Neuburger). Als Probe der
Behandlungsweise des Alderotti siehe: R. v. Töply, Mann u. Weib, eine Abhandlung
des T. A., Wiener klinische Rundschau.
Im Johannitius fehlt Bl. 381: über den Coitus; das Exemplar stammt aus einem
Mönchskloster. — Erhaltung sehr gut.
First edition. „The founder of medical dialectics (and the real founder of
the Bolognese school) was Taddeo Alderotti (122'3'—1303), a writer of dry
scholia and good consilia and a thrifty, muchenvied practioner“ (Garrison 153).—
Leaf 381 of the Johannitius relating to the „Coitus“ missing.
393 ALMANACH FÜR NÜRNBERG auf das Jahr 1487. O. O., Dr. u. J.
(Eichstätt, Michael Reyser, 1486). Einblattdruck in rot und
schwarz, mit 2 Finsternisscheiben. Got. Typ., 66 Zeil. (7
bis 66 in 2 Sp.). Fol. 600.—
G. d.W. 1411. Cop. 2238 = 2240. Einbl.-Dr. 221. Pr. 2671 u. B. M. C. II, 570 (Würz-
burg, G. Reyser). Sudhoff, dt. med. Ink., 345. Der Gesamtkatalog kennt nur 3 Exempl.
Astronomischen u. medizinischen Inhalts. In den Langzeilen An-
gabe der gold. Zahl, des Sonntagsbuchstabens u. der beweglichen Feste. In 2 Spalten
folgen die Daten über den Eintritt der Neu- u. Vollmonde, astronomische Notizen,
Ratschläge betreff Aderlässen u. am Schluß die Daten über eine Sonnen- u.
Mondfinsternis.
Aus einem Einband gelöst, mit Verlust einer Zeile in der Mitte. Ein paarWurmlöcher.
Broadside. „Issued for public use, these calendars illustrate the atlitude of

EMIL HIRSCH, ANTIQUARIAT
 
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