Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
240

Reformation

Diese Kirchenordnung erschien zuerst 1536, bearbeitet von J. Jonas, G. Spa -
latin, C. Creutziger, Fr. Myconius, J. Menius u. J. Weber. Mit
ausführl. Vorschriften für Schul- und Kirchengesang, ferner mit der „Ordnung
des Gesangs zu der Mes s“, die allein 38 SS. Noten einnimmt. — Titel mit
kleinem Stempel. Angeb.: General-Articul u. gemeiner bericht, wie es in den
Kirchen mit den Pfarhern, Kirchendienern, Schulmeistern, Dorffcüstern vermöge Hertz.
Augusten zu Sachsen ausgeg. Kirchen-Policey gehalten werden sol. Dressden 1580. Mit
sächs. Wappen. 83 (statt 84) num. Bll., das letzte fehlt. Sittengeschichtlich hoch-
interessant die Kap.: Von der Copulation, den Tentzen, Spinnstuben.
551 ARNOLDI, BARTH. DE USINGEN. O. S. Aug. Libellus de inuocatione &
veneratione Sanctorum. Confutatio sermonis Lutheri, de nativ, virg. Mariae
& responsio ad quaedam alia. Bambergae, Georg. Erlinger, imp. Bernh.
Vueigle Herbipol., 1528. Mit Titelholzschn. u. 53 unn. Bll. (Titel
außen angerändert.) — Beigeb.:
Idem. Libellus de inquisitione purgatorii. Contra Lutheranos Hussopy-
cardos. Ibidem 1527. Mit gelbget. Titelbordüre. 44 unn. Bll.
(letztes weiß).
Idem. Libellus de duabus disputationibus Erphurdianis. Contra Husso-
picardos. Ibid. eod. ao. Mit gelbgetönter, anderer Titel-
bordüre. 60 unn. Bll. (letztes weiß). 3 Tie. in 1 Bde. 12°. Cart. 42.—
Der Verfasser, gest. 1532, Studiengenosse und Freund Luthers im Kloster zu
Erfurt bis 1518, später sein heftiger Gegner.
552 BODENSTEIN (v. Karlstadt), ANDR. CCCLXX et apologeticae conclu-
siones pro sacris literis et Vuittenburgensibus ita editae ut et lectoribus
profuturae sint. Vuittenburgii, Joannes (Rhau) Viridimontanus, 1518.
Rom. (u. got.) Typ., 20 unn. Bll. 4°. Pp. m. Ink.-Pap. überz. 48.—
Pr. 11834. Originalausgabe. Wichtige Publikation aus den ersten An-
fängen der Reformation gegen die nur in Handschriften verbreiteten „Obeliskoi“
Ecks gerichtet; sie führten zur Leipziger Disputation 1519, die für die Schei-
dung der Geister entscheidend wurde. „Es bleibt der Ruhm Karlstadts, der
erste u. lange der einzige Mann gewesen zu sein, der in Deutschland für Luther öffent-
lich in die Schranken getreten ist, u. sein Auftreten äußerte die wichtige Folge, keinen
Stillstand im Kampfe eintreten zu lassen“ (Thudichum, die deutsche Reform.,
S. 10). — Titelbl. etwas fleckig, dort die bezeichnende zeitgenöss. Eintragung: „Hic
Liber scatet erroribus et ab Haeresiarcha Anabaptistarum patre scriptus est“.
553 — Von gelübdten Vnderrichtung. Das Pfaffen Münnichen vnd Nunnen
mit gutem gewissen vnd gotlichem willen sich mügen vnd sollen vermelen
vnd in eelijchen stand begeben u.s.w. O. O., Dr. u. J. (1521). 32 unn. Bll.
4°. Unbeschn. Br. 24.—
Panzer II, 1103. Richtet sich vor allem gegen das Gelübde der Ehelosigkeit der
Mönche und Nonnen (er selbst ließ sich schon Januar 1522 trauen). — Titel gestem-
pelt, fleckig.
554 BUGENHAGEN, JO ANN. De coniugio episcoporum et diaconorum ad
Doct. Wolfgangum Reissenbusch monast. Lichtenbergensis. Norember-
gae, Jo. Petreius, 1525. Mit Titeleinfassung u. schönem
Druckerzeichen. 66 unn. Bll. 8°. Pp. 18.—
Bugenhagen, der bedeutendste von Luthers Mitarbeitern nach Melanchthon,
hatte sich 1522 als einer der ersten der Reformatoren verheiratet.

EMIL HIRSCH, ANTIQUARIAT
 
Annotationen