Mitteilungen des Württembergischen Kunstgewerbevereins — 2.1903-1904

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Keller et <ou£rin, £un£ville.

Stein

Das Kunftgewerbe in JVancy*

Von «öQalter Klein, Stuttgart, z. Z, parle.

m pavillon JVIarfan in paris befand fieb im Hpril eine Hus-
ftellung, die nicht gerade wegen ihrer Gröfse, wohl aber
wegen des Gebotenen, wegen der Bedeutung ihrer Huerteller
, für das franzöfifebe Kunftgewerbe Beachtung verdient.

6s ift dies die Husftellung der „Schule von JVancy". Ton allen
Städten Frankreichs tft wohl letztere die einzige, die im Terlauf der
letzten Dezennien in ihrer ganzen hünftlerifcben Induftrie grofse Er-
folge errungen, auch wohl die einzige, die eine folebe fülle hervor-
ragender Künftler, die ftcb mit ihrer ganzen Scböpfungshraft der
heimatlichen Induftrie widmeten, in ihren JMauern vereinigte.

So war es möglich, dafs der jabrbundertalte Ruhm ihres Kunft-
gewerbes zu neuem ©lanze entfacht wurde und dafs ihre Induftrie
in ganz kurzer Zeit eine führende Rolle in Frankreich eroberte.

* Vergleiche mit den folgenden Ausführungen den Huffatz von Dr. 6. 6.
pazaurek, ©alle und feine Schule, der diefem pionier der Kunft in JNancy in
höherem JVIafse gerecht wird, als die folgenden Zeilen. Hndercrfeits mag die hier
geübte Kritik auch das oben gefällte Qrtcil ergänzen. f.-O.
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