Mitteilungen des Württembergischen Kunstgewerbevereins — 2.1903-1904

Seite: 60
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1 cm
facsimile
Die Gntftebunc) eines Stuhles.

Ton Rermann Brauer, Stuttgart,

Zur Darfteilung des Werdeganges eines Stuhles habe ich einen
Hrmlebnftubl im Stil Eudwigs XV. gewählt, um zeigen zu
können, durch wie viele Bände das JVIaterial bis zur fertig-
ftellung des Ganzen gebt und wie umftändlicb die Berftellung eines
foleben gefebweiften JVIöbelftückes iTt, delTen Husfübrung trotz der
hoben Vervollkommnung der JNIafcbinen bauptfäcblicb durch Rand-
arbeit bewerkstelligt werden
mufs.

Der von mir gewählte Hrm-
lebnftubl ift im ©runde ge-
nommen recht unkonftruktiv,
aber gerade deshalb ift feine
Rerftellung eine viel umftänd-
licbere als die der gradlinigen
formen.

D as zu unferem Stuhl ver-
wendete JVIaterial ift aus Hb-
bildung a erfiebtlicb.

6s ift ein Stück einer acht
Zentimeter ftarken, trockenen
JHufsbaumdiele, auf welchem
die einzelnen Ceile vom Zu-
febneider unter möglicbTt fpar-
»> famer Ginteilung des Rolzes

„aufgeriffen" find und zwar nach JVIodellen, die gewöhnlich aus
ftarken furnieren gefebnitten werden.
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