Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft — 24.1930

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BESPRECHUNGEN.

Anprall, der Abgründe aufreißt. Wenn eine Diagnose möglich wäre, möchte man
der Zeichnung die Besonnenheit zusprechen, der Malerei den Furor. Die Teilung
verbietet sich, ich weiß: der Zeichner malt, der Maler zeichnet."

Berlin. Max Dessoir.

Hans Vollmer, Kunstgeschichtliches Wörterbuch. Verlag
B. O. Teubner, Leipzig und Berlin 1928.

Über dies Buch ist von unserem Standpunkt aus natürlich nicht viel zu sagen.
Es kann nur festgestellt werden, daß Stichproben die Zuverlässigkeit der Angaben
ergeben haben, daß auch die neuesten Kunstrichtungen berücksichtigt sind und daß
die Ausdrucksweise bei aller gebotenen Knappheit deutlich und lesbar bleibt.

Berlin. Max Dessoir.

Vierter Kongreß für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft

in Hamburg vom 7.-9. Oktober 1930.

Der Vorstand der Gesellschaft für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft
hat als Tagungsort des vierten Kongresses Hamburg und als Zeit die Tage vom
7. bis 9. Oktober 1930 gewählt. Vorsitzender des Hamburger Ortsausschusses ist
Prof. Dr. Ernst Cassirer. Alle Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an den
Schriftführer des Kongresses, Privatdozenten Dr. Hermann Noack, Ham-
burg 13, Bornplatz 1/3, Philosophisches Seminar der Uni-
versität.

Der Teilnehmerbeitrag für die Mitglieder der Gesellschaft beträgt 8.— RM,
für ihre Angehörigen 5.— RM. Die übrigen Teilnehmer zahlen 12.— RM für die
Hauptkarte, 8.— RM für die Nebenkarte. Studierende erhalten Karten zu 3.— RM.
Einzelkarten für besondere Tage oder Vorträge werden nicht ausgegeben.

Die Anmeldungen sind möglichst bald an die Anschrift des Schriftführers zu
richten. Gleichzeitig mit der Anmeldung ist die Einzahlung der Teilnehmerbeiträge
an die Dresdner Bank in Hamburg (Depositenkasse Winterhude, Konto Ästhetischer
Kongreß, Sparbuch Nr. 204) zu bewirken. Zahlungen an den Vorsitzenden oder
Schriftführer können nicht angenommen werden. Vorbestellungen von Quartieren
nimmt der Fremdenverkehrsverein e. V., Hamburg 1, Alsterdamm 41, entgegen.

Die Vorträge werden nicht länger als 40 Minuten dauern und pünktlich begin-
nen. Die Aussprache über die Vorträge jedes Tages findet nachmittags statt; der
jeweilige Verhandlungsleiter nimmt die Meldungen dazu vorher entgegen.

Der Bericht über den Kongreß wird den Teilnehmern zu einem ermäßigten
Preise abgegeben werden.

Im Anschluß an die Veranstaltungen des Kongresses zeigt die Hamburger
Kunsthalle eine Ausstellung: „Nutzbauten unserer Zeit" (Veranstalter: Folkwang-
Museum — Essen, und Kunsthalle — Hamburg); das Museum für Kunst und Gewerbe
illustriert in einer Ausstellung geeigneter Stücke aus seinen Beständen das „Nach-
leben der Antike". Weitere Ausstellungen, u. a. im Museum für Hamburgische Ge-
schichte und vom Altonaer Stadtarchiv, sind geplant, sowie gesellige und künst-
lerische Veranstaltungen in Aussicht genommen, zu denen besondere Einladungen
und Aufforderungen an die Kongreßteilnehmer ergehen werden. Eine Hafenrund-
fahrt mit Schiffsbesichtigung wird sich voraussichtlich am 10. Oktober anschließen;
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