Fliegende Blätter — 88.1888 (Nr. 2214-2239)

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Sprüche.

Du magst dein Leid von allen Dächern schreien,

Doch still verborgen halt', was dich beglückt:

Dem fremden Leid wird Mancher Mitleid weihen,

Doch Keiner lebt, den fremdes Glück entzückt.

Das Geschick vertheilet blind,

Was es bringt an Lust und Plagen;

Und wir zeigen, lvas mir sind,

An der Art, wie wir es tragen.

_ T. Bruch-Sinn.

Zur juristischen Praxis.

Herr: „Aber, Herr Rath, daß das Recht in diesem Prozesse
auf meiner Seite, ist ja sonnenklar!" — Anwalt: „Verehrtester,
je klarer ein juristischer Fall ist, desto verwickelter kann ihn
der Gegner machen!"_

Schwacher Trost.

„Da schauen Sie einmal her, wie Ihr Bub' meinen Karl ge-
schlagen hat. Das ganze rechte Auge ist grün." —- „Ei was, das
vergeht wieder; in ein haar Tagen ist es — blau!"

Der

gcschcidtc Pcsii.

Aus der nahen Stadt laden die Glocken zur Firmung.

Gestern hat es geregnet, und
führt, hat sich eine Pfütze gebildet.

wo der Weg durch den Graben
Der Pcpi ist aber gleich drüben.
Objekt
Titel: Fliegende Blätter
Detail/Element: "Der gescheidte Pepi"
Künstler/Urheber: Hengeler, Adolf  i
Inv.Nr./Signatur: G 5442-2 Folio RES
Aufbewahrungsort: Universitätsbibliothek Heidelberg  i
Schlagwort: Verunreinigung  i
Weg <Motiv>  i
Junge <Motiv>  i
Angst <Motiv>  i
Nachdenklichkeit  i
Gehen <Motiv>  i
Glockenläuten  i
Pfütze  i
Firmung  i
Idee  i
Karikatur  i
Kirche  i
Kleidung <Motiv>  i
Familie <Motiv>  i
Satirische Zeitschrift  i
Brückenbau  i
Stein <Motiv>  i
Tragen  i
Herstellungsort: München  i
Bildnachweis: Fliegende Blätter, 88.1888, Nr. 2214, S. 10
Aufnahme/Reproduktion
Urheber: Universitätsbibliothek Heidelberg  i
HeidICON-Pool: UB Fliegende Blätter  i
Copyright: Universitätsbibliothek Heidelberg
Bild-ID HeidIcon: 218644
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